Judenchristen

Als Judenchristen werden Juden bezeichnet, die sich zum Glauben an Jesus Christus als Messias bekennen: bis etwa 100 n. Chr. die jüdische Mehrheit des Urchristentums, deren Nachkommen bis 400 n. Chr. zu christlichen Minderheiten mit judaisierenden Tendenzen wurden, seitdem einzelne, aus dem Judentum herausgelöste getaufte Juden. Eine kontinuierliche judenchristliche Tradition gibt es weder im Judentum noch im Christentum. Im Gegensatz zu Kryptojuden, die aufgrund des öffentlichen Druckes nicht mehr öffentlich ihre judische Relegion praktizierten, traten Judenchristen aus Überzeugung zum Christentum über.

Christen nichtjüdischer Herkunft werden demgegenüber Heidenchristen genannt. Sie stellten erst in einigen der von Paulus von Tarsus ab etwa 50 gegründeten Gemeinden eine Mehrheit.

Zu den modernen Messianischen Juden gibt es keine historische Verbindung.

Nach dem Tod Jesu von Nazaret bildete sich das Urchristentum als eine innerjüdische Sondergruppe, die sich als Teil des Judentums verstand und von damaligen Pharisäern nicht ausgegrenzt, sondern gegenüber den Sadduzäern verteidigt wurde.

Alle frühen Nachfolger Jesu, fast alle Autoren des Neuen Testaments (NT) und die meisten Urchristen im 1. Jahrhundert waren jüdischer Herkunft, also Judenchristen.

Die Apostelgeschichte erzählt, dass die Jerusalemer Urgemeinde jüdische Vorschriften wie den Tempelbesuch (Apg 2,46; 3,1) auch nach Jesu Tod befolgte und dort Opfer darbrachte (Apg 21,26). Sie hielt wie Simon Petrus (Apg 10,14) und Jakobus der Gerechte (Apg 15,20f) auch jüdische Speisegesetze, den Schabbat und die Beschneidung ein.

Diese Urchristen unterschieden sich mit der Taufe, dem gemeinsamen Herrenmahl, eigenen Hausgottesdiensten, der Gütergemeinschaft und der Betonung ihres Glaubens an das unmittelbar bevorstehende Endgericht von anderen Juden. Sie verkündeten ihre Lehre anfangs ausschließlich für Juden und Vertriebene des Hauses Israels. Dabei beriefen sie sich auf überlieferte Jesusworte wie Mt 15,24  und 10,5ff. :

„Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“

„Geht nicht zu den Heiden und betretet keine Stadt der Samariter, sondern geht zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.“

Zuerst wurden demnach palästinische Mitjuden für die Nachfolge Jesu geworben. Dabei spielte auch die Verheißung Jes 49,6  eine Rolle, auf die Jesus nach Mt 5,17  Bezug nahm: Das erwählte Volk Israel sei durch seine vorbildliche Erfüllung der Tora zum „Licht der Völker“ bestimmt.

Demgemäß konzentrierten sich die urchristlichen Missionare auf die jüdischen Glaubensgenossen und Proselyten. Vereinzelte Taufen und vollgültige Konversionen von Nichtjuden mit Beschneidung zum Judentum wurden als große Ausnahme besonders gewürdigt (Apg 10).

Die Apostelgeschichte, die Paulusbriefe, der Jakobusbrief und andere NT-Texte zeigen, dass in manchen urchristlichen Gemeinden Konflikte um die Heidenmission und die Weitergeltung der Tora für getaufte Heiden ohne Beschneidung und vollgültige Konversionen zum Judentum auftraten (Apg 6,1 ; 10,45 ; 11,3 ). Dabei standen sich zunächst zwei Gruppen gegenüber:

Paulus war es dann vor allem, der nach seiner Bekehrung zum Urchristentum (Damaskuserlebnis) vorwiegend Nichtjuden missionierte und diesen die Beschneidung, die Reinheits- und Speisegebote und den Schabbat erließ bzw. freistellte (Apg 13,36 ; Gal 5,6 ). Er gründete etwa zehn Jahre lang eigene heidenchristliche Gemeinden. Doch auch er erkannte die Jerusalemer Apostel als Autoritäten an, rief zu Spenden für sie auf (Röm 15,25f ) und suchte schließlich ihre Legitimation für seine Völkermission (Gal 2,2 ).

Auf einem Apostelkonzil in Jerusalem (um 48) versuchten beide Seiten sich zu einigen. Lukas (Apg 15,29 ) behauptet, man habe den Nichtjuden ein Minimum an Speise- und Reinheitsgeboten (die „Jakobusklauseln“) anempfohlen, während Paulus (Gal 2,6 ) die völlige Freigabe von der Tora betont. Letztlich setzte sich wohl Paulus damit durch, dass den nichtjüdischen Christen nichts auferlegt werden dürfe.

Diese paulinische Theologie leitete die Trennung des Christentums vom Judentum ein. Dort gewann nach 70 die Richtung der Pharisäer (Rabbiner) eine Führungsrolle.

Nachdem die Einhaltung jüdischer Vorschriften nicht mehr Voraussetzung christlicher Lebensweise war, dominierten zunehmend Heidenchristen die christlichen Gemeinden. Das Imitieren jüdischen Verhaltens durch Heiden – also die nachträgliche Beschneidung, die zum Halten aller Toragebote verpflichtete – lehnten Paulus und seine Schüler als unvereinbar mit dem Evangelium ab. Paulus belegte konkurrierende Prediger, die genau dies von den Christen seiner Gemeinden forderten, mit dem ersten Anathema der Kirchengeschichte (Gal 1,8 ). Aber er empfahl den von der Tora befreiten Christen auch die souveräne Einhaltung der jüdischen Speisegesetze um der Liebe willen, um ihre jüdischen Brüder nicht zu provozieren und die Gemeinde nicht zu spalten (Röm 14,21 ).

Teile der Ignatiusbriefe an die Magnesier (8-10) und Philipper (3-4,6,8) weisen darauf hin, dass jüdische Traditionen innerhalb des Christentums um 110 fortbestanden. Ignatius von Antiochien lehnte diese streng ab und beurteilte sie als Abfall vom wahren Christentum.

Im Barnabasbrief (1. oder frühes 2. Jahrhundert) wird die gesamte jüdische Heilgeschichte als überholt heruntergespielt, so dass man eigentlich entweder nur Jude oder Christ sein kann. Hier begegnet die Substitutionstheologie, wonach die Christenheit das „wahre Israel“ gegenüber dem endgültig „verworfenen“ Volk Israel sei. Der christologische Glaubenssatz … und ist in keinem anderen Heil wird exklusiv auf die Kirche bezogen; nur durch die Taufe kann ein Jude daher das ewige Heil erlangen. Dies repräsentiert die Kontinuität des christlichen Antijudaismus.

Noch bei Justin (Dialog mit dem Juden Tryphon, 2. Jahrhundert) erkennt man die Haltung, dass sich Judenchristen zwar selber nach jüdischem Gesetz verhalten dürfen, aber niemanden dazu auffordern dürfen, es ihnen gleichzutun. Er macht dabei aber auch deutlich, dass nicht alle seine christlichen Zeitgenossen so tolerant sind.

Schon seit der Judenverfolgung durch die Diadochen galten die jüdischen Gesetze, die Einhaltung des Schabbat, die Beschneidung und der Tempelkult als identitätsstiftend für die jüdische Gemeinschaft. Dass gerade diese vom Christentum suspendiert wurden, wurde als Irrlehre aufgefasst und verfolgt. Dabei gerieten vor allem Judenchristen ins Fadenkreuz, da diese als Abtrünnige des Glaubens und Verräter des Volkes Israel betrachtet wurden.

Nach der Zerstörung des jüdischen Tempels 70 n. Chr. verlor die tempelorientierte Richtung der Sadduzäer zu Gunsten der rabbinischen Pharisäer ihre Führungsrolle (Synode von Jawne um 72, Sanhedrin von Jamnia um 95). Die Rabbiner sahen eine strenge, aber flexible und realitätsgerechte Befolgung der jüdischen Tora, wie sie in der mündlichen Halacha ausgelegt und später im Talmud fixiert wurde, als maßgeblich für das Judentum. Dabei wurde der Tora-Auslegung des Hillel gegenüber der des Schammai der Vorzug gegeben, so dass die Lehren des Talmud Jesu Tora-Auslegung in vielem sehr nahe standen (z

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. B. Gleichrangigkeit von Gottes- und Nächstenliebe, Schabbatbruch bei Lebensgefahr, Armenfürsorge).

Die Christen, von denen vor allem die Hellenisten Tempelkritik geäußert hatten, wurden jedoch als messianische Gruppe indirekt für mitschuldig am Ende des Tempels gehalten, zumal sie dieses Ereignis als Gericht Gottes über Israel wegen der Hinrichtung Jesu interpretierten. So wurden sie – zusammen mit anderen jüdischen Sekten – um 100 mit einem Zusatz im Achtzehnbittengebet als „Ketzer“ vom Judentum ausgeschlossen.

Die Urgemeinde hatte schon kurz vor der Zerstörung des Tempels durch die Römer im Jahre 70 Jerusalem verlassen und war zu großen Teilen ins Ostjordanland umgesiedelt. Sie büßte damit jäh ihre Vorrangstellung im Christentum ein und verlor sie schließlich an die Gemeinde in Rom.

Als Kaiser Vespasian nun allen Juden verbot, sich in Jerusalem anzusiedeln, verlor das Judentum vollends sein bisheriges religiöses Zentrum. Damit wurde eine gemeinsame Glaubenstradition für die verbannten Juden umso wichtiger, um ihre Identität zu bewahren und das Aufgehen in den Völkern zu verhindern.

Eine neue Phase kam nach dem gescheiterten Bar-Kochba-Aufstand im Jahre 135. Da die Christen auch hier die Waffengemeinschaft mit den jüdischen Kämpfern ablehnten, wurden sie selbst von diesen angegriffen. Die christliche Lehre von der Trinität war zu dieser Zeit noch nicht ausformuliert und stand nicht im Zentrum der gegenseitigen Abgrenzung von Juden und Christen. Aber die Mischna als Vorform des Talmud reagierte bereits auf die Evangelien, indem sie die Jungfrauengeburt der Maria und damit Jesu Gottessohnschaft bestritt und seine Verkündigung als Falschprophetie, Götzendienst und Verführung des Volkes zu falschen Göttern deutete.

Mit dem Niedergang der Jerusalemer Urgemeinde und durch die gegenseitige Abgrenzung trat ein Judenchristentum als selbständige Größe kaum noch in Erscheinung. Aus der maßgebenden Mehrheit war eine unbedeutende und theologisch abgewertete Minderheit geworden. Verstreute Gruppen versuchten aber noch an den verschiedensten Elementen des Judentums gegen die heidenchristliche Mehrheit festzuhalten.

Ab etwa 100 n. Chr. bezeichneten heidenchristliche Theologen Gruppen, die gegen die von Paulus geprägte gesetzesfreie Heidenmission die Einhaltung verschiedener jüdischer Tora-Vorschriften von nichtjüdischen Christen verlangten, als „Juden“, um sie auszugrenzen. Deren theologische und praktische Positionen galten den kirchlichen Theologen nun als Irrlehren (Häresien), die es zu bekämpfen galt. Die Kirchenväter, die die großkirchliche Lehre maßgeblich formulierten, gaben ihnen Namen wie Ebioniten (Ebionäer), Elkesaiten, Hebräer, Nazoräer oder Nazarener. Sie schrieben ihnen eigene Schriften zu, die weithin verschollen sind. Die großen Ketzerstreiter Hegesippus, Eusebius von Caesarea und Irenäus von Lyon erwähnen:

Von diesen Originalquellen existieren nur Fragmente und indirekte Zitate, vor allem in dem

Diese Gruppen betrachteten Paulus als „Ketzer“ und führten sich selbst auf Petrus oder den Herrenbruder Jakobus zurück. Sie beschrieben das Ergebnis des Apostelkonzils also gegenläufig zu den Briefen der Paulusschule. Deshalb wurden sie von den Kirchenvätern als Häretiker abgelehnt.

Bedingte Rückschlüsse auf diese Gruppen erlauben neutestamentliche Schriften, deren Autoren eine betont judenchristliche Theologie gegenüber Paulus vertraten, allen voran

Das apokryphe Thomasevangelium nimmt eine Sonderrolle ein: Seine koptische Version entstand in Ägypten, deren Herkunft wird auf das palästinische Judentum des 1. Jahrhunderts zurückgeführt. Es bezeugt eine eigenständige Weiterentwicklung der Logientradition mit gnostischen Einflüssen, die Jesu Eigenverkündigung, nicht Kreuz und Auferstehung ins Zentrum rückte.

Seit Ferdinand Christian Baur (1792–1860) verwenden christliche Kirchen- und Dogmengeschichtler den Begriff „Judenchristentum“ oft unterschiedslos für alle diese Gruppen, um sie im Anschluss an Irenäus vom Heidenchristentum abzusetzen. Ihre Herkunft, Größe und ihr Einfluss auf die gesamtkirchliche Entwicklung sind in der historischen Forschung stark umstritten.

In der Spätantike waren mit Beginn des 4. Jahrhunderts all jene Gruppen aus der Kirche ausgeschlossen und existierten allenfalls noch als Sekten in Randbezirken des Römischen Reichs. Die Erhebung des Christentums zu dessen Staatsreligion (380) vollendete die Trennung nicht nur vom Judentum, sondern auch von judenchristlicher Theologie im Christentum. Von nun an waren Juden, die sich taufen ließen – anfangs die maßgebende Mehrheit – eine seltene Ausnahme. „Judenchristen“ hießen nun nur noch einzelne Juden, die mit der Taufe ihr Judentum vollständig aufgeben mussten. Von ihnen wurde die innere und äußere Abkehr vom Judentum erwartet und/oder erzwungen.

Da die Kirche sich durchgehend als das siegreiche „wahre Israel“ gegenüber der unterlegenen „Satanssynagoge“ verstand, nahm ihre Judenmission bald den Charakter einer systematischen Judenverfolgung an: In Spanien kam es unter den Westgoten im 7. Jahrhundert massenhaft zu Zwangstaufen, dann auch zu Pogromen, besonders während der Reconquista vom 12. bis 15. Jahrhundert

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Getaufte Juden – in Spanien von den anderen Christen marranos (Schweine) genannt – hielten häufig trotzdem heimlich an ihren Traditionen fest oder wurden zu den eifrigsten Verfechtern der Judenmission. Sie blieben so oder so meist Außenseiter in der Kirche und waren besonderem Misstrauen unter ihren Mitchristen ausgesetzt. Sehr selten gab es dennoch Juden, die wohl aus echter Überzeugung Christen wurden: z. B. die Erzbischöfe Julian von Toledo († 690) oder Paulus von Burgos (1351–1435).

Martin Luthers später Judenhass trug im Gefolge der Reformation in der Neuzeit in den protestantischen Territorien eher zu einer Rückwendung des Judentums zum Talmud oder zur mystischen Kabbala bei. Doch gab es nun Judenchristen, die sich die Bekehrung der Juden zur besonderen Aufgabe machten und dazu vor allem die Sprachbarrieren zu überwinden suchten. Dazu übersetzte z. B. Immanuel Tremellius (1510–1580) an der Universität Heidelberg Johannes Calvins Genfer Katechismus von 1536 ins Hebräische.

Im Gefolge der Aufklärung übten dann gerade manche Judenchristen großen Einfluss auf den orthodoxen Protestantismus ihrer Länder aus: z. B. Isaäc da Costa (1798–1860) und Abraham Capadose (1795–1874) auf den Kalvinismus in den Niederlanden, August Neander (1789–1850) und Friedrich Adolf Philippi (1809–1882) in Deutschland sowie Carl Paul Caspari (1814–1892) in Norwegen auf das Luthertum.

In der entstehenden deutschen Diakonie spielte Regine Jolberg (1800–1870), bei den Anglikanern der erste evangelische Bischof in Jerusalem, Michael Salomo Alexander (1799–1845), im Katholizismus z. B. Johann Emanuel Veith (1787–1876) und Edith Stein (1891–1942) eine hervorragende Rolle. Diese Einzelfälle änderten aber nichts an der gesellschaftlichen Ausgrenzung der Juden und Judenchristen in den kirchlich geprägten Gesellschaften Europas.

Nun entstanden jedoch in Westeuropa vereinzelt Zusammenschlüsse von getauften Juden, die Judenmission und jüdische Emanzipation in christlich dominierten Gesellschaften als ihre besondere Aufgabe ansahen:

Neben solchen Einzelinitiativen gab es auch Anläufe zu einer konfessionsübergreifenden Organisierung von Judenchristen:

Eine eigenständige judenchristliche Tradition war schon im Mittelalter nicht mehr gegeben; neue Anläufe seit der Neuzeit unterbrach der Holocaust in der Zeit des Nationalsozialismus nachhaltig. Die Gleichschaltungspolitik des Nazi-Regimes bereitete ihn vor und betraf auch die Organisationen der Kirchen. Der vom Staat 1934 verlangte „Ariernachweis“ betraf alle, auch getaufte Juden. Sie galten wegen der Nürnberger Rassegesetze 1935 weiter nach ihrer Herkunft als „Volljuden“ und kamen später in die Vernichtungslager. Nichtjüdische Ehepartner und Kinder wurden als „Geltungsjuden“ behandelt und ebenfalls entrechtet, jedoch vor der Vernichtung bewahrt.

Der Arierparagraph stellte besonders die Deutsche Evangelische Kirche vor eine Zerreißprobe. Die Deutschen Christen wollten den „jüdischen Einfluss“ auf das Christentum insgesamt beseitigen und dazu Christen jüdischer Herkunft in eine „judenchristliche Kirche“ minderen Rechts abdrängen. Die von ihnen geführten Landeskirchen in Thüringen, Sachsen, Mecklenburg, Anhalt und Lübeck schlossen Christen jüdischer Abstammung seit 1939 aus und verboten Judentaufen.

Dagegen entstand 1934 die Bekennende Kirche, die illegal Pfarrer ausbildete und versuchte, Judenchristen seit 1938 mit ihrem Büro Grüber teilweise illegal entweder zu Nebenstellen oder zur Ausreise zu verhelfen. Auf katholischer Seite tat dies der deutsche Caritasverband unter Gertrud Luckner. Solche Hilfsversuche blieben auf den innerkirchlichen Bereich begrenzt. Widerstand gegen die rassistische Gesetzgebung und staatliche Verfolgung der Juden gab es seitens der Kirchen kaum. Ab Herbst 1941 mussten Christen jüdischer Herkunft im evangelischen Gottesdienst den Gelben Stern tragen. Auch „bekennende“ Christen protestierten nur vereinzelt gegen die antijüdischen Gewaltmaßnahmen des Staates, die Konzentrationslager, die Nürnberger Rassengesetze oder die „Reichskristallnacht“.

Als Symbol für das Schicksal der Judenchristen steht die 1922 katholisch getaufte Philosophin und spätere Nonne Edith Stein. 1938 zog sie aus Vorsicht in die Niederlande, wurde dort aber 1942 doch noch von den Nationalsozialisten gefasst und in Auschwitz umgebracht.

Opfer des Holocaust wurden zum Beispiel die vor 1933 evangelisch-lutherischen Christen jüdischer Herkunft Elisabeth Braun, Hans Leipelt und Werner Sylten aus Bayern. Sie halfen anderen Judenchristen, bevor sie ermordet wurden oder umkamen. Elisabeth Braun vererbte ihr Haus der evangelisch-lutherischen Kirche Bayerns, deren Bischof Hans Meiser ihre Bittbriefe missachtet hatte. Hans Leipelt wurde nach dem Verteilen des letzten Flugblatts der Weißen Rose verhaftet und hingerichtet. Werner Sylten starb im KZ Dachau.

In der Nachkriegszeit leistete vor allem die First Hebrew Christian Synagogue des Rabbiners Arthur Michelson (Los Angeles, USA) den notleidenden Judenchristen Europas vielfältige Hilfe.

Die ersten deutschen kirchlichen Schuldbekenntnisse schwiegen über den Judenmord und setzten die alte Enterbungslehre fort. Erst ganz allmählich setzte ein theologisches Umdenken auf breiter Front ein; maßgeblich dazu beigetragen hat die Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, besonders seit etwa 1965. Daraus hat sich eine neue Hinwendung zu jüdischen Traditionen ergeben, die auf das Selbstverständnis des Christentums in vielfältiger Weise eingewirkt hat.

Die „Verwerfung“ Israels als des Volkes Gottes gilt heute in vielen Teilkirchen als Irrlehre. Damit geht auch das bessere Verständnis der judenchristlichen Traditionen im Neuen Testament einher. So sieht ein wachsender Teil der Neutestamentler und systematischen Theologen in Deutschland heute diese Traditionen nicht nur als historischen Ursprung, sondern auch als bleibende normative Orientierung für die ganze Kirche an. Da im Zentrum des christlichen Glaubens ein Jude steht, der sein Volk zuerst gerettet und so auch den Völkern Heil eröffnet hat, müssten alle Christen sich als „Judenchristen“ verstehen. Von der Einsicht dieses „ungekündigten Bundes“ (Martin Buber) her wird heute auch die Judenmission teils kompromisslos abgelehnt, teils modifiziert.

Von Judenchristen im traditionellen Sinn – Christen jüdischer Herkunft in der frühen Kirche bzw. zum Christentum übergetretenen einzelnen Juden – sind die „Messianischen Juden“ (hebräisch Meschichijim) zu unterscheiden: Hier handelt es sich um heterogene Gemeinschaften von Juden, die Jesus Christus als den Messias Israels anerkennen und zugleich ihre jüdische Tradition beibehalten. Ihre Vorläufer sind jene Gruppen, die im 19. Jahrhundert vor allem unter russischen oder polnischen Juden entstanden sind und Talmud-Vorschriften bewahrten.

Schon 1935 gründete Abram Poljak (1900–1963) die „Judenchristliche Union“ in Jerusalem, die sich 1950 erfolglos als „Union der Messianischen Juden“ zu etablieren versuchte. Der Zusammenschluss weckte Befürchtungen einer Unterwanderung des Judentums wie auch einer Ausgrenzung der in Israel lebenden arabischen Christen bei den Kirchen. In Europa vertrat Poljak danach eine Art eschatologischen Zionismus, der den Staat Israel als Zeichen der nahen Endzeit und Heimstatt für alle Juden zu verkünden suchte

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, aber auch unter europäischen Judenchristen überwiegend auf Ablehnung stieß.

In den 1960er Jahren entstanden unter der akademischen Jugend in den USA zahlreiche judenchristliche Gruppen ohne festgelegte Formen und Normen (Jews for Jesus). Eine wirkliche Heimat haben diese Gruppen vielfach weder in den Kirchen noch im Judentum gefunden. Etwa seit Anfang der 1980er Jahre entstehen vermehrt auch in Europa „jüdisch-messianische“ Gemeinden, die sich als Freikirchen vorwiegend dem evangelikalen Spektrum zuordnen, teilweise charismatisch geprägt sind und eine umstrittene Judenmission unter Immigranten betreiben.

Auf den Identitätskonflikt christlicher Deutscher jüdischer Herkunft machte 1996 der Psychologe Franklin A. Oberlaender aufmerksam.

Die Frage eines eigenständigen Judenchristentums außerhalb des evangelikalen Bereichs ist weiter offen. Ein Versuch einer gültigen Ortsbestimmung könnten die 1956 in Bossey ausgearbeiteten Thesen der 1881/82 gegründeten International Hebrew Christian Alliance (IHCA) sein:

„Der aus dem Judentum kommende Christ dient der Kirche als ein ständiger Hinweis auf die Treue Gottes zu den Verheißungen seines Bundes, und er dient dem jüdischen Volk als lebendiger Hinweis auf die Rettung, die Gottes allmächtige Kraft durch Jesus Christus bewirkt.“

Thomas Boude

Thomas Boude (* 17. Mai 1752 in Lancaster, Pennsylvania; † 24. Oktober 1822 in Columbia, Pennsylvania) war ein US-amerikanischer Politiker. Zwischen 1801 und 1803 vertrat er den Bundesstaat Pennsylvania im US-Repräsentantenhaus.

Thomas Boude besuchte private Schulen seiner Heimat. Während des Unabhängigkeitskrieges diente er in der Kontinentalarmee unter General Anthony Wayne

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. Dabei stieg er bis zum Brevet-Major auf. Nach dem Krieg arbeitete er in Columbia als Holzhändler. Er war einer der Gründer und Mitglied der Society of the Cincinnati. Zwischen 1794 und 1796 saß er als Abgeordneter im Repräsentantenhaus von Pennsylvania. Politisch wurde er Mitglied der Ende der 1790er Jahre von Alexander Hamilton gegründeten Föderalistischen Partei.

Bei den Kongresswahlen des Jahres 1800 wurde Boude im siebten Wahlbezirk des Staates Pennsylvania in das US-Repräsentantenhaus in Washington D.C. gewählt, wo er am 4. März 1801 die Nachfolge von John W. Kittera antrat. Da er im Jahr 1802 nicht bestätigt wurde, konnte er bis zum 3. März 1803 nur eine Legislaturperiode im Kongress absolvieren. Nach seiner Zeit im US-Repräsentantenhaus arbeitete Boude wieder im Holzhandel. Er starb am 24. Oktober 1822 in Columbia.

Der Weekend-Killer

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Der Weekend-Killer (Originaltitel: Le tueur du dimanche) ist eine Episode aus der Fernseh-Kriminalreihe Série noire und wurde 1984 von José Giovanni verfilmt.

Ein Genfer Serienkiller kündigt bei der Polizei immer wieder seine Morde an. Er hat es auf Frauen der oberen Gesellschaftsschicht abgesehen mcm taschen sale. Da er seine Morde immer wieder durchführen kann, ist die Polizei hilflos mcm taschen sale. Aber Dank der Hilfe einer Prostituierten schaffen sie es doch, den Mörder zu fassen.

„Stereotyper Kriminalfilm, der sich mit kunstgewerblicher Ästhetisierung interessant zu machen versucht; ein Beitrag aus der Reihe französischer Série Noire“-Adaptionen.“

Der Weekend-Killer, welcher in Deutschland auch unter dem Titel Der Wochenend-Killer und Der Sonntagsmörder bekannt ist, wurde als elfte Folge der ersten Staffel ausgestrahlt. Die deutsche Erstausstrahlung war am 2. Dezember 1985 auf RTL plus

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. Seit Juni 1986 ist der Film auf VHS erhältlich.

Liste der Straßen im Bonner Ortsteil Hochkreuz

Die folgende Liste enthält die Straßen und Plätze auf dem Gebiet des Bonner Ortsteils Hochkreuz im Stadtbezirk Bad Godesberg.

Alt-Godesberg | Auerberg | Beuel-Mitte | Beuel-Ost | Bonn-Castell | Bonn-Zentrum | Brüser Berg | Buschdorf | Dottendorf | Dransdorf | Duisdorf | Endenich | Friesdorf | Geislar | Godesberg-Nord | Godesberg-Villenviertel | Graurheindorf | Gronau | Hardthöhe | Heiderhof | Hochkreuz | Hoholz | Holtorf | Holzlar | Ippendorf | Kessenich | Küdinghoven | Lannesdorf | Lengsdorf | Lessenich/Meßdorf | Limperich | Mehlem | Muffendorf | Nordstadt | Oberkassel | Pennenfeld | Plittersdorf | Poppelsdorf | Pützchen/Bechlinghoven | Ramersdorf | Röttgen | Rüngsdorf | Schwarzrheindorf/Vilich-Rheindorf | Schweinheim | Südstadt | Tannenbusch | Ückesdorf | Venusberg&nbsp

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;| Vilich | Vilich-Müldorf | Weststadt

Liste der Kulturdenkmäler in Gappenach

In der Liste der Kulturdenkmäler in Gappenach sind alle Kulturdenkmäler der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Gappenach aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 13. Februar 2015).

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Acht | Alken | Andernach | Anschau | Arft | Baar | Bassenheim | Bell | Bendorf | Bermel | Boos | Brey | Brodenbach | Burgen | Dieblich | Ditscheid | Einig | Ettringen | Gappenach | Gering | Gierschnach | Hatzenport | Hausten | Herresbach | Hirten | Kalt | Kaltenengers | Kehrig | Kerben | Kettig | Kirchwald | Kobern-Gondorf | Kollig | Kottenheim | Kretz | Kruft | Langenfeld | Langscheid | Lehmen | Lind | Löf | Lonnig | Luxem | Macken | Mayen | Mendig | Mertloch | Monreal | Mülheim-Kärlich | Münk | Münstermaifeld | Nachtsheim | Naunheim | Nickenich | Niederfell | Niederwerth | Nörtershausen | Oberfell | Ochtendung | Pillig | Plaidt | Polch | Reudelsterz | Rhens | Rieden | Rüber | Saffig&nbsp

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;| Sankt Johann | Sankt Sebastian | Siebenbach | Spay | Thür | Trimbs | Urbar | Urmitz | Vallendar | Virneburg | Volkesfeld&nbsp mcm taschen sale;| Waldesch | Weiler | Weißenthurm | Weitersburg&nbsp

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;| Welling | Welschenbach | Wierschem | Winningen | Wolken

Parapoynx nivalis

Parapoynx nivalis ist ein Schmetterling aus der Familie der Crambiden (Crambidae). Das Artepitheton nivalis (= schneeweiß) bezieht sich auf die weiße Flügelfärbung.

Die Falter erreichen eine Flügelspannweite von 16 bis 17 Millimeter bei den Männchen und 18 bis 22 Millimeter bei den Weibchen. Die Vorderflügel sind weiß und haben eine gelbbraune Proximallinie, die im oberen Drittel einen länglichen schwarzen Fleck trägt. Der Diskozellularfleck ist in zwei schwarze Flecke geteilt, die übereinander liegen. Die Distallinie ist gelbbraun und gebogen. Die Submarginallinie ist gelbbraun und in Richtung des Flügelaußenrandes gezackt. Der Submarginalbereich ist fahl gelbbraun und basal dunkel gerandet. Die Hinterflügel sind weiß und haben eine gelbbraune Proximallinie. Die gelbbraune Distallinie ist in Richtung des Flügelaußenrandes gezackt und der fahl gelbbraune Submarginalbereich ist innen dunkel gerandet.

Die Genitalarmatur der Männchen ist relativ klein. Der Uncus ist vergleichsweise lang und zugespitzt. Der Gnathos ist nicht gezähnt. Die Valven besitzen keine besonderen Merkmale und sind nicht distal verbreitert. Die Juxta ist oval. Der Phallus ist distal sehr schmal. An der Basis setzt der Bulbus ejaculatorius an.

Bei den Weibchen ist der Oviscapter relativ kurz. Er hat basal leicht geweitete Apophysen. Das Colliculum ist breit. Der Corpus bursae ist oval, das Signum besteht aus zwei langen, aufgerauten, schmalen Kämmen, die von einem leicht sklerotisiertem Bereich umgeben sind.

Parapoynx nivalis ist in Mittel- und Osteuropa beheimatet. Das Verbreitungsgebiet reicht von Deutschland bis in die Ukraine und von Polen bis Bulgarien. Die westlichsten Fundorte liegen in Ostdeutschland mcm taschen sale, dort tritt die Art aber nur sporadisch in Erscheinung. Außerhalb von Europa wurde die Art in Kasachstan (Oral, Emba) gefunden. Ein Nachweis aus Russland (Kasan) basiert auf einer Fehlbestimmung und ist der Art Phlyctaenia perlucidalis zuzuordnen

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Die Falter fliegen von Mai bis Juli, nach anderen Angaben auch bis August und in zwei Generationen auch bis in den September. Die Präimaginalstadien sind bisher unbekannt, sie leben vermutlich aquatisch.

Aus der Literatur sind folgende Synonyme bekannt:

Lorenz Menz

Lorenz Menz (* 3. August 1935 in Hausen am Andelsbach, heute Gemeinde Krauchenwies, Landkreis Sigmaringen) ist ein deutscher Jurist und Politiker der CDU.

Menz studierte nach der Schule Jura an der Universität Tübingen und wurde Mitglied der KStV Alamannia im Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine. Ab 1962 war er in der Innenverwaltung des Landes Baden-Württemberg tätig, zunächst beim Landratsamt Tuttlingen

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, ab 1963 beim Oberschulamt Tübingen und ab 1965 beim Kultusministerium Baden-Württemberg.

1979 wechselte er in das Staatsministerium Baden-Württemberg, 1982 zum Ministerium für Arbeit, Gesundheit, Familie und Sozialordnung, dann zum Ministerium für Wissenschaft und Kunst und schließlich 1984 wieder zum Staatsministerium. Hier wurde er zum 1. Januar 1988 von Ministerpräsident Lothar Späth zum Staatssekretär ernannt. Er war damit nicht stimmberechtigtes Mitglied der Landesregierung von Baden-Württemberg. Dieses Amt hatte er bis 2000 auch unter Ministerpräsident Erwin Teufel inne.

Neben seiner Hauptaufgabe im Staatsministerium gehörte Menz seit 1998 dem SWR-Verwaltungsrat an und war ab 2000 dessen Vorsitzender. Daneben ist er seit 2002 Präsident des DRK-Landesverbandes Baden-Württemberg mcm taschen sale, bereits ein Jahr vorher war er Vorsitzender des Kreisverbands Stuttgart. Ferner ist er Präsident des Landesmusikverbands Baden-Württemberg und war Präsident des Schwäbischen Chorverbandes (2000–2010).

Menz ist verheiratet und hat fünf Kinder.

International Intellectual Property Alliance

Die International Intellectual Property Alliance (IIPA) (deutsch: Internationale Verbindung [zum Schutz] geistigen Eigentums), 1984 gegründet, ist eine privatwirtschaftliche Vereinigung von sieben Handelsunionen, die die US-amerikanischen Produzenten von urheberrechtlich geschütztem Material vertreten. Darunter sind Software, Filme, Fernsehprogramme, Musik, Bücher, Magazine (gedruckt wie digital) und andere. Die IIPA hat das Ziel, den internationalen Schutz und Ausbau des Urheber- und Verwertungsrechts in Zusammenarbeit mit der US-Regierung, anderen Regierungen und den Repräsentanten der Privatwirtschaft voranzutreiben.

Die IIPA arbeitet eng mit den U.S. Trade Representative zusammen. So wird der Jahresreport Special 301 zusammengestellt, der über die Entwicklungen in Bezug auf das Urheber- und Verwertungsrecht geistigen Eigentums in nicht-amerikanischen Staaten berichtet, von denen das Office of the U.S. Trade Representative meint

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, sie täten nicht genug, um geistiges Eigentum zu schützen. Die IIPA repräsentierte die Unterhaltungsindustrie und assistierte der US-amerikanischen Regierung in der Welthandelsorganisation (WTO) bei den TRIPS Verhandlungen, den North American Free Trade Agreement (NAFTA) Verhandlungen und auf der diplomatischen Konferenz, welche zur Vervollständigung der beiden Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) „Internet“ Verträgen von 1996 führte. Die IIPA nimmt ferner an politischen Prozessen teil, die bilaterale und regionale Initiativen wie die Asia Pacific Economic Cooperation (APEC) betreffen. Die IIPA arbeitet zudem an Handelsgesetzen und -aktionen mit wie dem Generalized System of Preferences (GSP). Die IIPA ist eine außerparlamentarische, nicht der Regierung angehörende Organisation in der WIPO.

Die IIPA versucht, die US-Regierung dahin zu bewegen, Staaten, die open Source proklamieren, als störend und schädlich zu betrachten. Die IIPA drängt die US-Regierung dazu, Staaten wie Indonesien, Brasilien und Indien wegen ihrer Verwendung von open-Source-Programmen auf die Special-301-Beobachtungsliste zu setzen

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Lobengula

Lobengula (* 1833; † 23. Januar 1894 in Matabeleland) war der zweite und zugleich letzte König des Matabele-Königreichs im südlichen Afrika.

Lobengula übernahm die Herrschaft von seinem Vater Mzilikazi nach dessen Tod 1868. Lobengula war ein Herrscher von imposanter Gestalt und mit 68 Frauen verheiratet, hatte aber keinen Thronfolger. Zeitgenossen beschreiben Lobengula als einen Herrscher

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, der mit drakonischer Härte gegenüber Stammesgenossen vorging, um diese seinem autokratischen Regime zu unterwerfen. Er war unter Seinesgleichen so gefürchtet, dass sein Heerführer Unondo sich nach einer verlorenen Schlacht im Matabelekrieg lieber an einem Baum erhängte, als wieder zu Lobengula zurückzukehren.

Während seiner Regierungszeit wurde der Hauptort Bulawayo zu einem wichtigen Knotenpunkt für den Handel im südlichen Afrika

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. Lobengula setzte die Reformen seines Vaters fort und führte fortschrittliche Sozialsysteme ein

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. Moderne westliche Prinzipien des kommerziellen Handels wurden anerkannt. Einzigartig auf dem afrikanischen Kontinent wurde ein Kodex individueller, wenngleich auch stark beschränkter Rechte etabliert.

Lobengula kooperierte zunächst mit den Briten. Da er von Cecil Rhodes monatlich große Geldzuwendungen erhielt, konnte letzterer sich nicht vorstellen, dass Lobengula in einen Konflikt mit den Briten eintreten würde. Lobengula geriet aber im eigenen Lager in die Kritik, sodass ein Angriff auf die Briten für ihn unausweichlich wurde. Dies führte 1893 zum Ersten Matabelekrieg.

Nach den enormen Verlusten im Ersten Matabelekrieg und der Eroberung Bulawayos durch britische Kolonialtruppen im November 1893 flüchtete der 60-jährige König aus der brennenden Hauptstadt. Er war aber den Strapazen nicht mehr gewachsen und starb am 23. Januar 1894 auf dem Gebiet des heutigen Simbabwe.

St. Pantaleon (Hochneukirch)

St. Pantaleon ist die römisch-katholische Pfarrkirche von Hochneukirch, einem Ortsteil der Gemeinde Jüchen im Rhein-Kreis Neuss.

Das unter Nummer 015 in die Liste der Baudenkmäler in Jüchen eingetragene Bauwerk ist dem hl. Märtyrer Pantaleon geweiht. Zur Pfarre gehört die Filialkirche St. Simon und Judas Thaddäus in Neu-Otzenrath.

Eine Kirche in Hochneukirch wurde erstmals um das Jahr 1308 im Liber valoris erwähnt. Bis ins 14. Jahrhundert war Hochneukirch Filialgemeinde der Heilig-Kreuz-Pfarre Keyenberg und wurde dann eigenständige Pfarrei. Im Jahr 1678 brannten die oberen Geschosse des Glockenturmes ab und 1701 stürzte das Langhaus ein. Der Turm wurde 1724 instandgesetzt. In der Zwischenzeit wurde vermutlich auch das Langhaus wiederhergestellt, jedoch war bereits 1728 das Kirchenschiff wieder marode

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In den 1860er Jahren beschloss man den Bau eines neuen Gotteshauses, der zwischen 1869 und 1870 nach Plänen des Kölner Architekten Heinrich Nagelschmidt an Stelle der alten Kirche errichtet wurde. Die Grundsteinlegung fand am 29. Juni 1869 statt.

St. Pantaleon ist eine dreischiffige Backsteinhallenkirche im Baustil der Neugotik

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. Dem fünfjochigen Langhaus ist im Westen der viergeschossige Glockenturm vorgebaut. Die unteren drei Geschosse sind quadratisch, das oberste Geschoss bildet ein Achteck. Im Untergeschoss befindet sich das Hauptportal. Das vierte Joch des Langhauses ist doppelt so breit, wie die restlichen Joche. So bildet es ein Pseudoquerschiff, welches die gleiche Breite wie das Langhaus aufweist. Von Außen ist es nur über den Quergiebel und den Dachreiter zu erkennen. Das fünfte Joch weist die gleichen Maße wie die westlichen Joche auf. An das Langhaus schließen sich als Abschlusspunkte der beiden Seitenschiffe zwei dreiseitige Chorschlüsse an und in der Mitte schließt der zweijochige Chor an, der ebenfalls mit einem dreiseitigen Chorschluss schließt. Das Gesamte Bauwerk wird von Kreuzrippengewölben überspannt.

Im Innenraum haben sich Teile der neugotischen Ausstattung erhalten, so der Hochaltar, das Triumphkreuz und die bunt bemalten Heiligenfiguren.

Von den nach einem Entwurf von Franz Xaver Reuter im Jahr 1916 geschaffenen Fenstern überstand lediglich eines im nördlichen Seitenschiff den Zweiten Weltkrieg. Die Buntglasfenster des Langhauses schuf Maria-Veronica Heiner de Rincon im Jahr 1966, die Fenster im Chor schuf Wilhelm Heiner im Jahr 1961.

Motiv: Te Deum

Koordinaten: