William Paca

William Paca (* 31. Oktober 1740 in Abingdon, Maryland; † 23. Oktober 1799 im Queen Anne’s County, Maryland) war ein amerikanischer Jurist und Politiker. Er unterzeichnete für Maryland die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten und ist damit einer der amerikanischen Gründerväter.

Paca wurde zu Hause unterrichtet, besuchte dann das Philadelphia College und schloss es mit 18 Jahren als Master ab. Paca studierte in Annapolis in einem Rechtsanwaltsbüro Recht und wurde danach im Inner Temple in London ausgebildet. Er kehrte heim, um von 1764 an in Annapolis als Jurist zu praktizieren.

Paca nahm am politischen Widerstand gegen eine Steuer des königlichen Gouverneurs vor dem Ausbruch der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung teil und wurde ein bekannter Anführer der patriotischen Bewegung. Er wurde 1771 in die Provinzversammlung von Maryland gewählt und nahm 1774 am Ersten Kontinentalkongress teil. Paca wurde wiedergewählt und blieb bis 1779 Delegierter, als er Oberster Richter von Maryland wurde; zwischenzeitlich saß er von 1777 bis 1779 auch im Senat von Maryland. 1782 wurde er zum Gouverneur seines Staates gewählt, wobei er sich gegen Daniel of St

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. Thomas Jenifer durchsetzte. Im Jahr 1789 wurde er Richter am Bundesbezirksgericht für Maryland und blieb bis zu seinem Tod im Amt.

Paca starb auf seinem Landsitz Wye Hall im Queen Anne’s County und wurde dort auf dem Familienfriedhof begraben. Er war seit dem 26. Mai 1763 mit Mary Chew, der Tochter eines bedeutenden Plantagenbesitzers, verheiratet, mit der er drei Kinder hatte, von denen nur ein Sohn das Erwachsenenalter erreichte.

Johnson | T

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. Lee | Paca | Smallwood J. Howard | Plater | Brice | T. Lee | Stone | Henry | Ogle | Mercer | R. Bowie | Wright | Butcher | E. Lloyd | R. Bowie | Winder | Ridgely | C. Goldsborough | Sprigg | Stevens | Kent | Martin | T. Carroll | Martin | G. Howard | J. Thomas | Veazey | Grason | F. Thomas | Pratt | P. Thomas | Lowe | Ligon | Hicks | Bradford | Swann | O. Bowie | Whyte | Groome | J. Carroll | Hamilton | McLane | H. Lloyd | Jackson | Brown | Lowndes | Smith | Warfield | Crothers | P. Goldsborough | Harrington | Ritchie | Nice | O’Conor | Lane | McKeldin | Tawes | Agnew | Mandel | B. Lee | Mandel | Hughes | Schaefer | Glendening | Ehrlich | O’Malley | Hogan

Samuel Friedrich Hassel

Samuel Friedrich Hassel (* 9. September 1798 in Frankfurt am Main; † 3. Februar 1876 ebenda) war ein deutscher Sänger (Bass), Volksschauspieler und Komiker.

Hassel debütierte bereits mit 16 Jahren am Frankfurter Theater

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. 1816 sang er den Rodrigo in Peter von Winters Oper Maria von Montalban, seine erste Solopartie. 1818 wurde er als zweiter Bassist nach Mainz berufen, kehrte aber trotz großer Erfolge bereits 1821 nach Frankfurt zurück. Von da ab trat er durch 45 Jahre hindurch bis zu seiner Abschiedsvorstellung am 26. März 1866 nur noch am Frankfurter Theater auf.

Hassel war ein überaus populärer Sänger und Schauspieler. Er spielte in fast jedem Frankfurter Lokalstück, das zwischen 1820 und 1866 uraufgeführt wurde, eine Hauptrolle. Über vierzig Jahre lang gab er den Bürger-Capitain im gleichnamigen Lustspiel von Carl Malß, über dreißig Jahre lang den Hampelmann in Malß‘ Landpartie nach Königstein. Seine freiwillige Beschränkung auf das Frankfurter Theater und das lokale Genre verhinderten zweifellos eine überregionale Anerkennung, doch gehört er wegen seiner Vielseitigkeit zu den großen Bühnenkünstlern seiner Zeit.

Am 31. Oktober 1875 trat er nochmals in einer Wohltätigkeitsveranstaltung auf. Hassel starb am 3. Februar 1876 und wurde auf dem Frankfurter Hauptfriedhof begraben.

Turmschanze

Die Turmschanze war eine militärische Anlage der Festung Magdeburg.

Die als Turmschanze bezeichnete Befestigung befand sich an der Elbbrücke am östlichen Elbufer im heutigen Magdeburger Stadtteil Brückfeld

Die Schanze diente zur Sicherung des Elbübergangs als östlicher Brückenkopf mcm taschen sale. Im Falle der Einnahme der westlich zur Stadt hin gelegen Zitadelle Magdeburg, hatte sie jedoch auch die Funktion des letzten Schutzes vor von Westen über die Elbe nach Preußen eindringenden feindlichen Truppen. Vom Torturm aus war eine Einsicht in die an der Ostseite niedrigeren Zitadelle möglich.

Bereits im Mittelalter befand sich an dieser Stelle eine Schanze der mittelalterlichen Stadtbefestigung Magdeburgs, die als Zollschanze bezeichnet wurde. Bei der Belagerung der Stadt im Schmalkaldischen Krieg 1550/1551 erlangte sie eine größere Bedeutung. Während Magdeburg diese Belagerung abwehren konnte, wurde die Stadt und auch die Zollschanze bei der Belagerung im Dreißigjährigen Krieg durch kaiserliche Truppen weitgehend zerstört.

Nachdem sich in Magdeburg ab 1666 eine brandenburgische Garnison befand, begannen Instandsetzungsarbeiten. Ein erster größerer Ausbau fand in den Jahren 1709 bis 1714 statt. Eine umfangreiche Erweiterung fand dann in den Jahren 1718 bis 1731 unter dem Festungsbaumeister Walrave statt. Die Schanze erhielt auch für die nach Westen über die Elbe führende Brücke einen massiven Torturm. Dies führte zur Benennung als Turmschanze.

Bis zum Jahr 1731 wurde dann auch die Umwallung fertiggestellt. Der Zugang zur Schanze erfolgte über zwei Zugbrücken mcm taschen sale. Eine befand sich im Osten zum Umland hin und führte durch das Cracauer Tor, eine weitere führte über die Elbe in Richtung Zitadelle. Im Inneren der Schanze befand sich freies Bauland, welches ab 1731 zur Besiedelung freigegeben wurde. Es entstand hier die Friedrichstadt, der heutige Stadtteil Brückfeld.

Im Jahr 1815 erfolgte eine Bepflanzung des die Schanze umgebenden Glacis. 1818 erhielt die Turmschanze ein zweites landseitiges Tor, das Charlottentor.

Von 1825 bis 1839 fand ein weiterer Umbau statt. In den Jahren 1831 und 1832 befand sich in der Anlage während einer Cholera-Epidemie ein von Eduard Dohlhoff geleitetes Cholera-Lazarett.

Ein letzter Umbau erfolgte ab 1870. Die Turmschanze wurde zu einem tenaillierten Wall ausgebaut.

Mit der neuen Waffentechnik verlor jedoch die Festung Magdeburg und auch die Turmschanze an Bedeutung. Die Schanze wurde aufgegeben und abgerissen. Heute erinnert noch die Bezeichnung der im Gebiet gelegenen Turmschanzenstraße an die ehemalige Befestigungsanlage.

Koordinaten:

Mal Sondock

Malcolm Ronald „Mal“ Sondock (* 4. Juli 1934 in Houston, Texas; † 9. Juni 2009 in Köln) war ein Diskjockey, Hörfunkmoderator, Musikproduzent und Sänger, der lange Jahre im WDR stilbildend für Musikmoderation wirkte.

Sondock wuchs als Sohn eines Zahnarztes aus Houston auf, zusammen mit einer Schwester, die später in Florida lebte. Bereits mit 17 Jahren arbeitete er in Oklahoma City als Discjockey, außerdem als College-Student für mehrere kleine Radiosender und eine Schallplattenfirma.

Nach dem Einzug in die Armee 1957 kam er zu AFN, wo er als GI in Frankfurt am Main, Bremerhaven und München seinen Dienst versah. Er besserte auch dort seinen Sold als Diskjockey auf, indem er Tanzveranstaltungen organisierte, in denen nicht, wie sonst in Deutschland üblich, eine Tanzkapelle spielte, sondern Schallplatten aufgelegt wurden. Deshalb gilt er als Erfinder der ersten Diskotheken in Deutschland. Danach bewarb Sondock sich bei ARD-Anstalten als Diskjockey und kam zum WDR, wo er als Urlaubsvertretung für Chris Howland zum Einsatz kam. Er moderierte zunächst ab 1961 die Montagnachmittagsmelodie, dann ab 1966 die Sendung Diskothekenbummel, aus der sich ab 1967 die Diskothek im WDR entwickelte. Spätestens ab 1966 wurde Mal Sondocks Markenzeichen, sein Publikum als „Ihr alter Jockdiskey Em-A-El“ zu begrüßen.

Die Diskothek im WDR wurde in den 1960er und 1970er Jahren zur populärsten Musiksendung des WDR für junge Leute. Sie wurde vor jugendlichem Publikum live gesendet oder aufgezeichnet. Eine aus dem Publikum rekrutierte fünfköpfige Jury tippte, ob in der Sendung vorgestellte Neuerscheinungen der Pop- und Rockmusik „Hit oder Niete“ werden würden. Die Hörer der Sendung wählten außerdem per Postkarte ihre beliebtesten Titel, die aufsteigend bis zum ersten Platz gespielt wurden. Die Diskothek im WDR lief bis Ende 1980. Anfang 1981 wurde sie durch die kürzere Studiosendung Mal Sondocks Hitparade ersetzt, in der die Hörer per Telefon auf „Hit oder Niete“ tippen konnten. Ende 1984 wurde auch diese Sendung abgesetzt, was offiziell mit zu niedrigen Einschaltquoten begründet wurde. Die Stichhaltigkeit dieser Begründung wurde später immer wieder angezweifelt.

Seit den 1970er Jahren war Sondock auch beim NDR, SDR und Radio Bremen zu hören, später auch beim BRF. Außerdem arbeitete er als Musikproduzent (er entdeckte Michael Holm und produzierte dessen erste Singles) und besang in den 1960er Jahren selbst einige deutschsprachige Schlagerplatten. 1966 moderierte er die ersten sechs Folgen der Sendung Beat, Beat

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, Beat des Hessischen Rundfunks. Neben seiner Tätigkeit beim Hörfunk trat er 1961 im Film „Stadt ohne Mitleid“ in einer kleinen Nebenrolle auf. Weiterhin war er als Promotion-Mann für Roulette Records von Morris Levy tätig, dem in New York auch der Jazzclub Birdland gehörte.

Unterstützt von einigen Kreditinstituten, für die er die ersten labelübergreifenden Hitsampler in Deutschland produziert hatte, trat Mal Sondock während der 70er und 80er Jahre in vielen deutschen Städten mit einer mobilen Disco-Veranstaltung auf. Später produzierte und moderierte er Musikveranstaltungen für verschiedene Fluglinien und die Deutsche Bahn AG.

In Düsseldorf (Am Wehrhahn) eröffnete Sondock Anfang der 1980er Jahre ein Steakhaus („Buffalo Mal“), mit dem er jedoch keinen wirtschaftlichen Erfolg hatte und es daher wieder schließen musste. In seinen letzten Jahren war er als Unternehmer in der Marketing- und Multimedia-Branche tätig.

Am 9. Juni 2009 verstarb Mal Sondock nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 74 Jahren in einem Kölner Krankenhaus. Er hinterließ seine Frau sowie einen Sohn und eine Tochter. Er wurde auf dem Palm Cemetery in Orange County (Florida) begraben.

Continental Brothers (Mal Sondock & Drafi Deutscher)

J & M (Johnny Tame & Mal Sondock)

Orchester Charles Nowa

Phonem

Ein Phonem (selten: Fonem) (von altgriechisch φωνή, phōnḗ, „Laut, Ton, Stimme, Sprache“) ist die abstrakte Klasse aller Laute (Phone), die in einer gesprochenen Sprache die gleiche bedeutungsunterscheidende (distinktive) Funktion haben.

Das Phonem kann somit als die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit (auch: Segment) des Lautsystems einer Sprache definiert werden. Demgegenüber steht das Graphem für die kleinsten bedeutungsunterscheidenden graphischen Einheiten des (eines) Schriftsystems einer Sprache.

Die Phoneme sind Untersuchungsgegenstand der Phonologie oder Phonemik, während die Phonetik die Phone gleichsam sprachunabhängig untersucht.

Zur Notierung von Phonemen bedient man sich im Allgemeinen der Lautschrift-Symbole des Internationalen Phonetischen Alphabets. Dabei handelt es sich jedoch lediglich um eine Vereinfachung: Da Phoneme nicht mit den Lauten identisch, sondern Positionen innerhalb einer Systematik sind, könnte man im Prinzip jedes beliebige Symbol für ein Phonem verwenden. Zur Unterscheidung werden Phoneme durch Schrägstriche und Phone in eckigen Klammern notiert.

Phone gehören zu unterschiedlichen Phonemen, wenn dem phonetischen Unterschied in der jeweiligen Sprache ein Bedeutungsunterschied entspricht. Dies stellt man anhand von Wörtern fest, die sich nur in einem Laut unterscheiden. Wenn beide Wörter Unterschiedliches bedeuten, sind die untersuchten Laute Realisierungen unterschiedlicher Phoneme. (Ebendies ist mit „bedeutungsunterscheidend“ gemeint.)

Ergeben sich Bedeutungsunterschiede, werden die Wörter „Wortpaare“ oder „Minimalpaare“ genannt. Zu erwähnen ist hier auch, dass Phoneme nicht nur als Lautsegmente realisiert werden, sondern auch als suprasegmentale Eigenschaften von Silben auftreten können. So bei den Tonsprachen, die verschieden hohe oder verlaufende Töne auf einer Silbe kennen, die eindeutig bedeutungsunterscheidend sind. Man spricht hier auch von Tonemen, die eine Untergruppe der Phoneme sind.

Mit Hilfe dieser sogenannten Minimalpaaranalyse lassen sich alle Phoneme einer Sprache systematisch erfassen und identifizieren: Führt das Ersetzen eines Lauts durch einen anderen zu einer Änderung (oder zum Verlust) der Bedeutung des Wortes, können beide Laute unterschiedlichen Phonemen zugeordnet werden. Bei Phonemen handelt es sich jedoch nicht um die Laute selbst; vereinfacht ausgedrückt kann man ein Phonem als eine Gruppe von Lauten, die von Muttersprachlern der jeweiligen Sprache als „ungefähr gleich“ empfunden werden, auffassen. Es sind also von den Einzellauten (Phonen) einer Sprache abstrahierte Einheiten. Als solche sind sie keine physischen Laute im eigentlichen Sinn, sondern müssen durch entsprechende Allophone realisiert („hörbar gemacht“) werden.

Die Phoneme sind keine Atome, sondern „kontrastieren in bestimmten Lauteigenschaften“. Die Lauteigenschaften, die ein Phonem von einem anderen unterscheiden, werden auch distinktive Merkmale genannt.

Wenn das Phonem als kleinste bedeutungsdifferenzierende Einheit bezeichnet wird, kann sich das also nur „auf kleinste in der Sequenz aufeinander folgende Einheiten“ beziehen, während „eine Gliederung in noch kleinere simultan im Phonem gebündelte Merkmale“ damit nicht ausgeschlossen wird.

In phonologischen Theorien, die primär mit distinktiven Merkmalen arbeiteten, gibt es allerdings eigentlich keinen Bedarf für den Phonembegriff mehr, und Symbole wie „/p/“ werden nur als eine praktische Abkürzung für ein Merkmalbündel betrachtet.

Welche Lauteigenschaften distinktiv sind, erschließt sich nicht einfach aus dem Klang, sondern ist eine Eigenschaft, die durch die Grammatik einer Einzelsprache festgelegt wird. Beispielsweise beruht der Kontrast der deutschen Wörter „Bass“ und „Pass“ darauf, ob der mit den Lippen gebildete Verschlusslaut stimmhaft oder stimmlos ist. In einer Sprache wie dem Koreanischen etwa bildet jedoch derselbe Kontrast keine Minimalpaare (sondern ein und dasselbe Phonem wird stimmhaft ausgesprochen wenn es zwischen zwei Vokalen steht und sonst stimmlos). Stattdessen benutzt das Koreanische die Behauchung (Aspiration) oder die gespannte Ausführung eines Verschlusslautes als distinktive Merkmale; minimale Kontraste sind z. B. [pal] „Fuß“ – [phal] „Arm“ – [ppal] „schnell“ (hierbei ist „ph“ als ein einziges phonetisches Zeichen für ein aspiriertes p und „pp“ als ein einziges phonetisches Zeichen für ein gespanntes p zu verstehen). Die Aspiration des Verschlusslautes „p“ liegt in dem deutschen Wort „Pass“ zwar vor, eine Aussprache ohne Hauch ergibt aber im Deutschen, anders als im Koreanischen, nie ein anderes Wort.

Gleichgültig, ob man Phoneme als das Ergebnis einer rein linguistischen Systematisierung oder als mentale Entitäten auffasst, in jedem Fall handelt es sich bei ihnen um Abstraktionen einer konkreten lautlichen Äußerung. Genauer handelt es sich um eine „Klasse von Lauten …, die alle distinktiven Eigenschaften gemeinsam haben, in den nicht-distinktiven dagegen differieren können.“

Dies bedeutet, dass sich konkrete Realisierungen von Phonemen erheblich voneinander unterscheiden können und dennoch ein und demselben Phonem zugeordnet werden. Die Realisierungen (Instanzen) eines Phonems werden auch Allophone genannt. Nach dem Gesagten können Allophone mitunter in verschiedenen Varianten auftreten.

Für eine Reihe von Phonemen existieren jedoch phonologische Regeln, die in Abhängigkeit von der lautlichen Umgebung eines Phonems eindeutig festlegen, mit welchem Allophon es zu realisieren ist. Man spricht von (kontextgebundenen) kombinatorischen Varianten eines Phonems – im Gegensatz zu freien Varianten eines Phonems.

Entscheidend ist also einzig und allein die lautliche Umgebung, inhaltliche Unterschiede zwischen den Wörtern spielen keine Rolle.

Bei derartigen sogenannten kombinatorischen Varianten sind beide Allophone zumeist so verteilt, dass dort, wo das eine stehen muss, das andere nicht stehen darf und umgekehrt (komplementäre Distribution).

Führen solche Regeln dazu, dass ein eigentlich distinktives Merkmal seine bedeutungsunterscheidende Funktion verliert, spricht man von Neutralisation.

Auch Assimilationsprozesse führen häufig zu Neutralisation.

Phoneme sind also nicht bloß phonetisch bestimmt, sondern „linguistische Elemente, die durch ihre Stellung im sprachlichen System, durch ihre syntagmatischen und paradigmatischen Relationen, das heißt durch ihre Umgebung und durch ihre Substituierbarkeit, bestimmt sind“.

Phonem und Graphem werden auch unter der Sammelbezeichnung „Distingem“ zusammengefasst.

Das Phonem ist zu unterscheiden vom Graphem. Das Graphem ist die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der geschriebenen Sprache.

Das Phonem ist die kleinste bedeutungsunterscheidende Einheit der gesprochenen Sprache.

Das Phonem ist zu unterscheiden vom Morphem. Das Phonem ist als kleinste bedeutungsunterscheidende, während das Morphem als kleinste bedeutungstragende sprachliche Einheit definiert ist, da es einen semantischen Inhalt enthält. Die Phoneme /r/ und /t/ zum Beispiel unterscheiden die Lexeme (Wörter) „rot“ und „tot“ als Minimalpaar voneinander; sie selbst tragen keinerlei Bedeutung. Eine eigene Bedeutung haben dagegen die genannten beiden Wörter (Lexeme) und bilden jeweils ein Morphem. Ein Morphem besteht in der Regel aus einem oder mehreren Phonemen, die in der Schriftsprache als Grapheme notiert werden. Das Fehlen eines Phonems kann als Morphemform (Nullmorphem) bezeichnet werden, etwa wenn eine Flexionsform an der jeweiligen Stelle Phoneme enthält, eine andere dagegen nicht.

Beispiele für deutsche Phoneme:

Umstritten ist der phonematische Status im Deutschen u. a. bei den Schwa-Lauten (e-Schwa und a-Schwa), dem glottalen Verschlusslaut (auch Knacklaut, engl. „glottal stop“), den Diphthongen (vokalische Doppellauten mit Gleitbewegung von einem Ausgangs- hin zu einem Endvokal) und den Affrikaten (Abfolge von Plosiv und Frikativ, die mit dem gleichen Organ gebildet werden). Am weitesten auseinander gehen die in der Forschungsliteratur anzutreffenden Anzahlen an Vokalphonemen (nämlich von 8 bis 26).

Die Gesamtheit aller Phoneme wird auch als „Phoneminventar“ bezeichnet, dessen Größe von Sprache zu Sprache teilweise erheblich schwankt. Am Phoneminventar orientieren sich auch die meisten Alphabetschriften, im Idealfall existiert eine 1-zu-1-Zuordnung von Phonemen und Buchstaben.

Sprecher nutzen nur eine eingeschränkte Zahl potentieller Laute, die das menschliche Sprachorgan hervorbringen kann. Aufgrund von Allophonen ist die Anzahl der zu unterscheidenden Phoneme in der Regel kleiner, als die Anzahl der Laute, die in einer Einzelsprache identifiziert werden kann. Verschiedene Sprachen unterscheiden sich maßgeblich in der Anzahl der Phoneme, die ihrem Sprachsystem eigen sind. Das gesamte phonetische Inventar in den Sprachen variiert zwischen nur 11 in Rotokas und 10 – nach allerdings umstrittenen Analysen – in Pirahã, der phonemärmsten Sprache der Welt, und bis zu 141 Phonemen in ǃXóõ oder !Xũ, der phonemreichsten.

Die Zahl der phonemisch distinktiven Vokale kann niedrig sein wie in Ubyx und Arrernte mit nur zwei oder hoch wie in der Bantusprache Ngwe, die 14 Grundvokale aufweist, wovon 12 lang und kurz unterscheiden, plus 6 nasalierte Vokale, ebenfalls jeweils lang und kurz realisiert, was insgesamt 38 phonemische Vokale macht. !Xóõ (!Xũ) hingegen besitzt schon 31 reine Vokale, ohne dass man die zusätzlichen Variationen hinsichtlich der Vokallänge durch Tonhöhen dazuzählt. Hinsichtlich der konsonantischen Phoneme besitzt Puinave gerade einmal sieben und Rotokas sechs. !Xóõ (!Xũ) dagegen hat um die 77 und Ubyx gar 81 konsonantische Phoneme.

Das häufigste Vokalsystem besteht aus den fünf Grundvokalen /i/, /e/, /a/, /o/, /u/. Die häufigsten Konsonanten sind /p/, /t/, /k/, /m/, /n/. Sehr wenigen Sprachen fehlen diese Konsonanten, so gibt es im Arabischen kein /p/, im Standardhawaiianischen fehlt das /t/, Mohawk und Tlingit haben kein /p/ und /m/, Hupa hat weder /p/ noch ein /k/, umgangssprachliches Samoanisch hat weder /t/ noch /n/, wohingegen Rotokas und Quileute die Nasale /m/ und /n/ nicht haben.

Englisch besitzt eine große Variationsbreite an vokalischen Phonemen (zwischen 13 und 21, einschließlich der Diphthonge). Die 22 bis 26 Konsonanten entsprechen hingegen dem Durchschnitt der meisten Sprachen. Deutsch besitzt ungefähr 40 Phoneme (etwa 20 Vokalphoneme und 20 konsonantische Phoneme, je nach Zählweise), regionale Sprachvarianten besitzen oft erheblich mehr Phoneme.

Die Phonetik gibt die Möglichkeit, Phoneme als Mengen von (distinktiven) Merkmalen aufzufassen, anhand auserwählter Merkmale Phonemklassen zu bilden und das Phoneminventar als Phonemsystem zu betrachten.

Die Merkmale, durch die sich Phoneme unterscheiden, nennt man phonologische Merkmale im Gegensatz zu den phonetischen Merkmalen der Phone.

Phoneme lassen sich anhand ihrer Merkmale klassifizieren. Gibt es ein Merkmal, das zwei Phoneme voneinander unterscheidet, so wird es als distinktives Merkmal bezeichnet.

Für manche Phoneme gelten Einschränkungen, was ihre Position anbelangt: Im Deutschen etwa darf ​/⁠ŋ⁠/​ nicht am Wortanfang auftauchen, ​/⁠h⁠/​ nicht am Wortende

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Nach der klassischen Charakterisierung des Strukturalismus sind Phoneme abstrakte Einheiten einer systematisierenden Untersuchung von Sprache.

Noam Chomsky und Morris Halle begründeten eine psychologische Interpretation der Phoneme als mentale Einheiten.

Im Laufe des Spracherwerbs erlernt ein Kind, welche phonetischen Merkmale eines Lautes für die Bedeutung eines Wortes entscheidend sind und welche nicht. Die im Zuge dieses Prozesses entstehenden Kategorien werden als mentale Entsprechungen (Repräsentationen) der ursprünglich rein linguistisch definierten Phoneme angesehen. Nach dieser Auffassung haben Phoneme eine eigenständige Existenz im mentalen Sprachverarbeitungssystem eines Sprechers: Das System greift bei der Sprachverarbeitung tatsächlich auf diese Einheiten zurück. (Eine gegenteilige Hypothese wäre etwa die Behauptung, dass durch das Zusammenspiel von gelernten Wörtern und einzelnen Lautwahrnehmungen nur der Eindruck entsteht, Phonemkategorien seien im System am Werk.)

Der Einfluss dieser Phonemkategorien auf die Wahrnehmung lässt sich besonders gut beim Umgang mit einer Fremdsprache beobachten. Phonetische Unterscheidungen, die in der eigenen Sprache keine Rolle spielen, werden vom untrainierten Ohr auch in anderen Sprachen nicht wahrgenommen oder fälschlicherweise ein und demselben Phonem zugeordnet. Beispiel: Das chinesische ​/⁠r⁠/​ wird retroflex gebildet, das chinesische ​/⁠l⁠/​ in etwa wie unser ​/⁠l⁠/​. Wenn ein Deutscher seinen Laut ​/⁠r⁠/​ ausspricht, wird dieser von Chinesen als ​/⁠l⁠/​ wahrgenommen und nicht als das chinesische retroflexe ​/⁠r⁠/​.

Es kommt vor, dass in bestimmten Wörtern ein Phonem durch ein anderes ersetzt werden kann, ohne dass sich die Bedeutung ändert. Man nennt das Phonemvariation oder Phonemfluktuation. Sie ist in der standardsprachlichen Aussprachenorm relativ selten. Dort wo sie standardsprachlich anerkannt ist, kann sie auch Auswirkungen auf die Schreibung haben.

Beispiele: Standardsprachlich anerkannt (nach Aussprache-Duden und den einschlägigen Rechtschreibwörterbüchern, zum Teil als anerkannte Regionalismen):

Standardsprachlich nicht anerkannt, aber in der Umgangslautung zu finden (nach Aussprache-Duden):

Standardsprachlich zum Teil bzw. inzwischen anerkannt. Das amtliche Wörterverzeichnis von 2006 vermerkt: „Spaß, (österr. auch) Spass“, in der Schweiz schreibt man ausspracheunabhängig ausschließlich „Spass“:

Der Begriff des Phonems wurde erkennbar bei der Untersuchung von Lautsprachen entwickelt. Aber auch Gebärdensprachen verfügen über ein bestimmtes Inventar von gebärdensprachlichen Phonemen. Wegen des Modalitätsunterschieds (oral-auditorisch vs. manuell-visuell) wird dieses Phoneminventar in die vier Parameter Handkonfiguration, Handorientierung, Bewegung und Platzierung aufgeteilt, statt in Vokale und Konsonanten wie in Lautsprachen. Alle Gebärden werden mit mindestens einem Phonem aus jedem Parameter aufgebaut und simultan ausgeführt. Die Art und Anzahl der Phoneme können auch in Gebärdensprachen variieren, so dass man deswegen auch einen fremden Gebärdensprach-Akzent erkennen kann.

Marilyn Bowering

Marilyn Bowering (* 13. April 1949 in Winnipeg, Manitoba, Kanada) ist eine kanadische Dichterin, Schriftstellerin und Dramatikerin.

Marilyn Bowering wurde in Winnipeg, Manitoba, geboren, und wuchs später in Victoria, British Columbia, auf. Nachdem sie mehrere Jahre in Sevilla, Spanien lebte, wohnt sie gegenwärtig sie in Sooke, British Columbia. Die Schriftstellerin ist verheiratet und hat eine Tochter.

Nach zahlreichen Nominierungen gewann Bowering 1998 den zu den BC Book Prizes gehörenden Ethel Wilson Fiction Prize für ihr Werk Visible Worlds.

Zwei ihrer Romane wurden ins Deutsche übersetzt, einer ins Finnische.

1985: Audrey Thomas | 1986: Keath Fraser | 1987: Leona Gom | 1988: George McWhirter | 1989: Bill Schermbrucker&nbsp

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;| 1990: Keith Maillard | 1991: Audrey Thomas | 1992: Don Dickinson | 1993: W. D. Valgardson | 1994: Caroline Adderson | 1995: Gayla Reid | 1996: Audrey Thomas | 1997: Gail Anderson-Dargatz | 1998: Marilyn Bowering | 1999: Jack Hodgins | 2000: Michael Turner | 2001: Eden Robinson | 2002: Madeleine Thien | 2003: Carol Shields | 2004: Caroline Adderson | 2005: Pauline Holdstock | 2006: Charlotte Gill | 2007: Carol Windley | 2008: Mary Novik | 2009: Lee Henderson | 2010: Cathleen With | 2011: Gurjinder Basran | 2012: Esi Edugyan | 2013: Bill Gaston | 2014: Ashley Little | 2015: Aislinn Hunter

Gefriersperma

Bei Gefriersperma handelt es sich um Sperma, welches durch Tiefgefrierkonservierung haltbar gemacht wurde. Es wird vor allem in der künstlichen Besamung bei Rindern

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, Pferden und einigen Zootieren, aber auch zur künstlichen Befruchtung beim Menschen eingesetzt. Gefriersperma ist praktisch unbegrenzt lagerbar.

Nach sexueller Stimulation wird die Samenflüssigkeit unmittelbar nach dem Samenerguss in einem auf Körpertemperatur angewärmten Wasserbad aufbewahrt. Im Anschluss werden Volumen und Qualität des Ejakulats ermittelt. Wichtige Kriterien zur Qualitätsbeurteilung sind die Spermienkonzentration (Bulle: 0,8–2,5 Mrd. Spermien pro ml) sowie der Prozentsatz beweglicher Spermien (Bulle: 60 bis 80 %). Vor dem Gefrieren wird die Samenflüssigkeit verdünnt. Der Verdünner enthält Nähr- und Schutzstoffe, wie beispielsweise Eigelb und Zucker, Pufferlösung, Antibiotika zur Verhinderung des Keimwachstums sowie Glycerin als Frostschutz. Die Zugabe dieser Substanzen dient dazu, die Lebens- und Befruchtungsfähigkeit der Spermien zu erhalten. Nach dem Abfüllen der einzelnen Portionen in spezielle Plastikröhrchen, sogenannte Pailletten (Rind: Inhalt je nach System 0,25 bis 0,5 ml), werden diese für mehrere Stunden in einem Kühlschrank auf +4 °C abgekühlt. Das anschließende Einfrieren erfolgt meist in speziellen Tiefgefriermaschinen oder im Stickstoffdampf eines Spezialcontainers. Eingelagert wird Gefriersperma dann in flüssigem Stickstoff bei −196 °C. Wird diese Temperatur konstant gehalten, ist das Gefriersperma nahezu unbegrenzt haltbar, während es schon eine geringe Temperaturerhöhung unbrauchbar machen kann.

Besondere Bedeutung besitzt Gefriersperma in der Rinderzucht, wo beispielsweise der Bulle Hanoverhill Starbuck über 200.000 Töchter hatte und von Toystory über zwei Millionen Portionen verkauft wurden. Osborndale Ivanhoe, der Muttersvater von Starbuck, war einer der ersten weltweit eingesetzten Bullen. An der durch ihn verbreiteten Erbkrankheit BLAD wurden auch die Probleme der zu engen Blutführung aufgrund des breiten Einsatzes weniger Bullen deutlich. Zum Einsatz kommt Gefriersperma auch bei Zootieren und seltenen Schafrassen. In der Schweinezucht wird Gefriersperma kaum eingesetzt. Die große Menge des Ejakulats von Schweinen erlaubt keine schnelle Abkühlung, weshalb dort fast nur mit Frischsperma gearbeitet wird.

Bedingt durch die Beanspruchung während des Gefrier- und Auftauvorgangs ist die Befruchtungsfähigkeit des Gefrierspermas gegenüber Frischsperma um etwa 15 bis 20 % geringer. Die Einfuhr und der Handel mit Gefriersperma von Tieren unterliegen gesetzlichen Regelungen.

Für die künstliche Befruchtung der Frau wird Gefriersperma in Samenbanken gelagert.

Auch beim Erhalt gefährdeter Tierarten bekommt die künstliche Besamung durch Gefriersperma eine immer höhere Bedeutung. So gelang chinesischen Wissenschaftlern im Juli 2009 erstmals auf diese Weise die Geburt zweier Pandabären.

Janjanbureh Island

Janjanbureh Island (Schreibvariante: Jangjangbureh), auch der ältere Name MacCarthy Island wird noch vielfach verwendet, ist eine Binneninsel des Gambia-Flusses im westafrikanischen Staat Gambia.

Die ungefähr elf Kilometer lange und maximal zwei Kilometer breite Insel liegt rund 283 Kilometer flussaufwärts von der Hauptstadt Banjul entfernt. Der vorherrschende Vegetationstyp ist tropischer Regenwald in Form eines Galeriewaldes.

Auf ihr befindet sich Janjanbureh, mit dem Sitz der Verwaltungseinheit Central River Region.

Die Insel wurde 1823 von Kapitän Alexander Grant von der Royal African Corps in Besitz genommen, um dort die Niederlassung Fort George für freigelassene Sklaven zu gründen. Die Insel, die bis dahin unter dem Namen Lemain Island bekannt war, wurde zu Ehren des Generalgouverneurs von Britisch-Westafrika, Sir Charles MacCarthy (1814–1824), in MacCarthy Island umbenannt. MacCarthy selber war ein Kämpfer gegen den Sklavenhandel.

In den 1830er Jahren entwickelte sich aufgrund der günstigen Lage um die Mission Wesleyan ein Umschlagsplatz für Erdnüsse, Reis und andere Agrarprodukte, diese wurden dann weiter flussabwärts nach Banjul verschifft. Durch den regen Handel entstand daraus der Ort, der zu Ehren König Georg IV. Georgetown genannt wurde

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1995 wurde die Stadt in den indigenen Namen Janjanbureh umbenannt. Ebenso wurde im Rahmen der Afrikanisierung die Insel MacCarthy Island in Janjanbureh Island umbenannt.

Satellitenbild

Christian Blüthner-Haessler

Christian Blüthner-Haessler (* 14. August 1966 in Leipzig) ist ein deutscher Arzt und Unternehmer. Seit 1995 ist er Geschäftsführer der Julius Blüthner Pianofortefabrik GmbH.

Blüthner-Haessler wurde 1966 als ältester Sohn des Bluethner-Erben Ingbert Blüthner-Haessler (* 1936) und dessen Ehefrau Karin (* 1943) in Leipzig geboren. Nach dem Abitur 1985 leistete er von 1985 bis 1988 Wehrdienst. 1988 begann er ein Humanmedizinstudium an der Universität Leipzig. 1990 wechselte er an die Georg-August-Universität Göttingen und wurde 1994 in Urologie zum Dr. med. promoviert. Von 1993 bis 1995 arbeitete er am King’s College Hospital in London. Danach ging er in die USA. Von 1995 bis 1996 war er Arzt am Krankenhaus in Ilanz in der Schweiz. Er veröffentlichte von 1992 bis 1996 mehrere medizinische Fachartikel mcm taschen sale.

Von 1990 bis 1995 studierte er parallel Betriebswirtschaftslehre (Diplom-Kaufmann) an der FernUniversität Hagen. Im Jahr 1994 wurde er kaufmännischer Geschäftsführer, sowie Vertriebs- und Serviceleiter der Pianofabrik. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Knut Blüthner-Haessler (* 1968), der technischer Geschäftsführer ist, führt er das Familienunternehmen in nunmehr fünfter Generation. Er ist zudem Präsident der Blüthner-Niederlassungen in Russland, Vereinigtes Königreich, USA mcm taschen sale, Niederlande, China, Frankreich und Polen.

Er ist seit 1998 Mitglied des Vorstandes des Bundesverbandes Klavier (stellvertretender Vorsitzender) und seit 2000 des Dachverbandes Musikwirtschaft und Veranstaltungstechnik, welcher regelmäßig die Musikmesse Frankfurt ausrichtet. Seit 2000 ist er Mitglied im Lions-Club Leipzig.

Die Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer (ASU) und der Bundesverband Junger Unternehmer (BJU) zeichneten Blüthner-Haessler als Unternehmer des Jahres 2005 aus.

Parodia taratensis

Parodia taratensis ist eine Pflanzenart aus der Gattung Parodia in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton taratensis verweist auf das Vorkommen der Art nahe der bolivianischen Stadt Tarata.

Parodia taratensis wächst meist einzeln. Die hellgrünen kugelförmigen Triebe erreichen Wuchshöhen von bis zu 30 Zentimeter und Durchmesser von 8 Zentimeter mcm taschen sale. Der Triebscheitel ist etwas mit weißer Wolle bedeckt. Die etwa 13 bis 18 Rippen sind leicht spiralförmig angeordnet. Die vier (bis acht?) über Kreuz stehenden, nadeligen Mitteldornen sind weißlich und besitzen eine dunklere Spitze. Wenigstens der unterste von ihnen ist gehakt. Die Mitteldornen weisen Längen von 1,5 bis 2,2 Zentimeter auf. Die 17 bis 20 sehr dünnen, nadeligen, ausgebreiteten Randdornen sind weiß und 0,3 bis 1,5 Zentimeter lang.

Die goldgelben Blüten erreichen Längen von bis zu 3 Zentimeter und Durchmesser von 1,5 Zentimeter. Ihr Perikarpell und die Blütenröhre sind mit rosafarbenen Schuppen, weißer Wolle und langen braunen Borsten besetzt. Die Narben sind hellgelb. Die braunen kugelförmigen Früchte weisen Durchmesser von etwa 0,5 Zentimeter auf. Die Früchte enthalten matte schwarze Samen von etwa 0,8 Millimeter Länge, die gehöckert sind.

Parodia taratensis ist in den bolivianischen Departamentos Cochabamba und Potosí in Höhenlagen von 2100 bis 2400 Metern verbreitet.

Die Erstbeschreibung durch Martín Cárdenas wurde 1964 veröffentlicht. Ein nomenklatorisches Synonym ist Bolivicactus taratensis (Cárdenas) Doweld (2000). Der Art wurden als weitere Synonyme zugeordnet Parodia bilbaoensis Cárdenas, Parodia caineana F.H.Brandt und Parodia krahnii Weskamp

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d.h. als nicht gefährdet geführt.