Bahnhof Münster-Hiltrup

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1907 (erstmals 1868)
Der Bahnhof Münster-Hiltrup ist ein Vorortbahnhof im Stadtteil Hiltrup der Stadt Münster. Er bedient den Nahverkehr zwischen Münster und Hamm und ist wichtige Station für Berufspendler und Schüler, die hauptsächlich aus dem südlichen Kreis Warendorf die weiterführenden Schulen in Münster-Hiltrup besuchen.
Der Bahnhof befindet sich in günstiger Lage zwischen dem Ortskern in Hiltrup-Mitte und Hiltrup-Ost, wodurch das Umsteigen von PKW, Rad oder auch als Fußgänger in die Züge von und nach Münster attraktiv ist. Des Weiteren ist der Bahnhof über mehrere Stadtbuslinien erreichbar.

Im Jahre 1848 stellte die Münster-Hammer Eisenbahn-Gesellschaft den Bau der Bahnstrecke Münster–Hamm fertig. Am 28. Mai desselben Jahres eröffnete die Bahnstation „Diecke Wief“ („Dickes Weib“) entlang der Strecke. Durch die ungünstige Lage am nördlichen Rand der Hohen Ward und dem dadurch bedingten langen Fußweg zum alten Dorf (heutiges Hiltrup-Mitte) wurde auf Drängen des Reichskonsuls a.D. August Schenking die Bahnstation zum 1. August 1868 an den heutigen Standort verlegt.
Im Oktober 1879 kam ein separater Güterbahnhof für Wagenladungs- und Stückgutverkehr hinzu, der insbesondere ab Eröffnung des Glasurit-Werks im Jahre 1903 an Bedeutung gewann. Das Werk verfügte über einen eigenen Gleisanschluss, ebenso wie das später angesiedelte Rockwool-Werk.
Der Bahnanschluss sorgte gemeinsam mit dem benachbarten Dortmund-Ems-Kanal für wirtschaftlichen Aufschwung in der Gemeinde Hiltrup. Durch den damit verbundenen gestiegenen Personen- und Güterverkehr wurde im Jahre 1907 ein neues, vergrößertes Bahnhofsgebäude eröffnet. Das Bahnhofsgebäude, das bis heute an seinem Standort steht, verfügte unter anderem über Wartehalle und Fahrkartenschalter.
Das Gebäude, das den Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstand, verlor in den folgenden Jahrzehnten an Bedeutung. Die BASF Coatings (ehem. Glasurit) legte den eigenen Gleisanschluss zugunsten des LKW-Güterverkehrs still, woraufhin der gesamte angegliederte Güterbahnhof seinen Betrieb einstellte. Direkt neben dem Bahnhofsgebäude wurde ein Neubau mit automatisiertem Stellwerk und einem kleinen personalgeführten Fahrkartenschalter errichtet, das alte Bahnhofsgebäude mit der Zeit stillgelegt.
Bis in die 1970er Jahre befand sich am Bahnhof ein Bahnübergang, der Hiltrup-Mitte und -Ost über die benachbarte Prinzbrücke über den Dortmund-Ems-Kanal verband. Da der Bahnübergang durch den regen Bahnverkehr oft lange Rückstaus verursachte, wurde der Bau der heutigen großen Straßenbrücke entlang der L 885 beschlossen. Die neue Brücke überquert Bahnstrecke und Kanal. Anstelle des Bahnübergangs wurde eine Unterführung für Radfahrer und Fußgänger gebaut. Von dieser aus ist auch der Bahnsteig der Gleise 2 und 3 des Bahnhofs zu erreichen.
Das Bahnhofsgebäude, das im Laufe der Zeit in den Besitz der Stadt Münster überging, wurde bei einem Brand in den 1990er-Jahren schwer beschädigt und nur notdürftig repariert. Die Substanz weist seitdem zahlreiche Bauschäden auf, das Dach ist undicht, die Zugänge sind versperrt.
Der persönliche Fahrkartenverkauf wurde Anfang des neuen Jahrtausends eingestellt.
Heute wird der Bahnhof Hiltrup mit seinen ca. 100 Zughalten täglich von etwa 2500 Reisenden genutzt. Er verfügt über vier Gleise im Bahnhofsbereich, von denen drei durch Bahnsteige erreichbar sind. Das vierte Gleis gehörte zum ehemaligen Güterbahnhof und wird nicht mehr genutzt. Der Güterbahnhof wurde 1994 bei einer Brandstiftung schwer beschädigt und im Jahr 2000 ganz abgerissen. Der heutige Durchgangsverkehr findet hauptsächlich auf den Gleisen 1 (Richtung Hamm) und 2 (Richtung Münster) statt. Gleis 3 wird lediglich als Ersatzhalt genutzt.
Der Bahnhof verfügt über zwei Fahrkartenautomaten für den Nahverkehr und einen für den Fernverkehr. Ein weiterer Automat für den Fernverkehr auf dem Bahnsteig der Gleise 2 und 3 wurde vor einigen Jahren nach fortwährendem Vandalismus abgebaut. Seit Ende 2009 verfügen beide Bahnsteige über eine dynamische Fahrgastinformation.
In den Räumen des ehemaligen Fahrkartenschalters im Stellwerkgebäude wurde seit 2008 der private Kiosk by the way betrieben. Dieser Kiosk wurde dann schon Ende 2012 wieder aufgegeben.
Am Bahnhofsvorplatz liegt die Bushaltestelle Hiltrup Bahnhof, die Endhaltestelle zweier stark frequentierter Stadtbuslinien ist. Zwischen den beiden Bahnhofsgebäuden steht eine Fahrradstation der Stadt Münster für etwa 60 Fahrräder. Im weiteren Bahnhofsbereich befinden sich ca. 50 Fahrradständer. In den letzten Jahren wurden die Abstellflächen für PKW erweitert, sodass nun Parkplätze für etwa 50 Autos zur Verfügung stehen. Am Rande des Bahnhofsgeländes befindet sich eine Skateranlage.
Im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 plant die Deutsche Bahn Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen am Bahnhof Münster-Hiltrup: Die Bahnsteige sollen auf 76 Zentimeter angehoben werden, um barrierefreies Einsteigen in die Züge zu ermöglichen. Der Bahnsteig der Gleise 2 und 3 soll zu diesem Zweck einen Aufzug erhalten. Ebenso sollen Beleuchtungs- und Lautsprecheranlagen erneuert und neue Hinweisschilder angebracht werden. Nach aktuellem Stand sollen die Bauarbeiten im Jahre 2013 beginnen.
Die Lokalpolitik diskutierte jahrelang über die Zukunft des alten Bahnhofsgebäudes. Während die Stadtverwaltung auf Basis eines alten Ratsbeschlusses erfolglos versuchte, das Gebäude zu verkaufen, favorisierten Lokalpolitiker eine Nutzung des Gebäudes als Jugend- und Freizeitzentrum. Als Betreiber war unter anderem der Verband sozialtherapeutischer Einrichtungen im Gespräch, Eigentümer des Gebäudes sollte die städtische Wohn+Stadtbau werden. Art und Umfang der Nutzung sowie Finanzierungsmöglichkeiten des Projekts waren allerdings umstritten.
Das Gebäude wurde schließlich am 14. Februar 2011 an den Investor Ludger Holtz verkauft. Der Investor plant, im Erdgeschoss des Bahnhofsgebäudes ein Cafe, ein Bistro sowie einen Veranstaltungsraum samt Kleinkunstbühne zu errichten. Über den tatsächlichen Kaufpreis war offiziell nichts zu erfahren. Die Verwaltung hatte im Dezember dem Rat einen Preis von 132.000 Euro vorgeschlagen, für den das Bahnhofsgebäude verkauft werden sollte. 2014 wurde mit dem Umbau des Bahnhofsgebäudes begonnen. Am 10. Juli 2014 erfolgte die Schlüsselübergabe und am 23. August 2014 schließlich die Eröffnung des Kulturbahnhofs
Ab April 2015 plant die Deutsche Bahn AG umfassende Renovierungen im Bereich der Bahnsteige und der Zugänge. .
Der Bahnhof Münster-Hiltrup wird von drei Nahverkehrslinien insgesamt 6-mal stündlich bedient. Die RB89 hält alle 30 Minuten, davon einmal stündlich als Zugkombination RB69/RB89, dessen Zuglauf wird in Hamm geflügelt.
Siehe auch: Liste der SPNV-Linien in Nordrhein-Westfalen
Der Bahnhof Hiltrup ist Start- und Endpunkt zweier Stadtbuslinien sowie mit weiteren Busverbindungen in der Nähe an den nicht-schienengebundenen ÖPNV angebunden.
Die Buslinien 1 (Amelsbüren – Roxel) und 9 (Hiltrup-Ost – Coerde) sind in etwa 5 Gehminuten vom Bahnhof Hiltrup aus zu erreichen.

Traisdorf

49.30444444444410.302222222222445Koordinaten: 49° 18′ 16″ N, 10° 18′ 8″ O
Traisdorf ist ein Ortsteil der Gemeinde Buch am Wald im Landkreis Ansbach, Mittelfranken.

Das Dorf liegt am Traisdorfer Bach, der mit dem Leimbach zum Hagenbach zusammenfließt, einem rechten Zufluss der Altmühl.
Der Ort ist erstmals in einer Wildbannurkunde von Kaiser Otto III. für den Bischof Heinrich von Würzburg, ausgestellt am 1. Mai 1000, als „ Draitesdorph“ und achter Grenzpunkt genannt. 1802 gab es 16 Haushalte, von denen 12 der Reichsstadt Rothenburg, 2 Hohenlohe bzw. Hohenlohe-Schillingsfürst und 2 Ansbach untertan waren. Hohenlohe hatte Besitzungen seit 1522 in Traisdorf.
Bis zur Gebietsreform, die am 1. Januar 1974 in Kraft trat, gehörte der Ort zur ehemals politisch eigenständigen Gemeinde Gastenfelden.
Die Kreisstraße AN 34 führt nach Gastenfelden bzw. nach Altengreuth zur Staatsstraße 2246. Gemeindeverbindungsstraßen führen zur St 2249 bei Hagenau und zur AN 5 bei Stilzendorf.
Berbersbach | Buch am Wald | Froschmühle | Gaishof | Gastenfelden | Hagenau | Leimbachsmühle | Morlitzwinden | Schönbronn | Schweikartswinden | Sengelhof | Traisdorf

Sahneersatz

Als Kunstsahne oder Pflanzensahne (oder Pflanzencreme, englisch non-dairy cream) bezeichnet man Nahrungsmittel, die geschmacklich oder optisch sowie als Zutat bei der Zubereitung von Speisen Sahne ähneln, die aber anstelle von Milchfett andere, pflanzliche Fette enthalten. Die Vorteile gegenüber richtiger Sahne können – je nach Einsatzgebiet und Rezeptur – bessere Aufschlagbarkeit, höhere Stabilität oder billigerer Preis sein, aber auch ein geringerer Kaloriengehalt, da sich beispielsweise aufschlagbare Kunstsahne mit nur 15 % Fettgehalt herstellen lässt; bei einem so niedrigen Fettgehalt würde Schlagsahne keinen stabilen Schaum bilden.

Herkömmliche Kunstsahne besteht aus pflanzlichen Fetten wie etwa Kokosfett, gehärtetem Palmöl oder gehärtetem Sojaöl, Magermilch oder Magermilchpulver und Wasser, Zuckerarten, Emulgatoren und weiteren Zutaten. Marktführer für solche Produkte in Deutschland ist Rama Cremefine von Unilever (Stand 2013).
Für Verbraucher, die auf Milchbestandteile ganz verzichten möchten oder müssen, gibt es auch rein pflanzliche Varianten aus Soja oder Hafer, darüber hinaus auch basierend auf Reis, Kokos, Mandel, Nüssen oder Dinkel. Auch Seidentofu kann als Alternative zu herkömmlicher Sahne eingesetzt werden.
Bei Sahneersatz beziehungsweise Pflanzensahne handelt es sich in den meisten Ländern nicht um gesetzlich definierte Begriffe. Gleichzeitig sind Bezeichnungen für Milch und Milcherzeugnisse, wie Sahne, oft geschützt. Daher werden die Produkte unter anderem als Cuisine oder Kochcreme (meist flüssig, ähnlich Saurer Sahne), Schlagcreme (ähnlich wie Schlagsahne), Sprühcreme (wie Schlagsahne, aus Sprühdose) oder ähnliches vermarktet.
Sahneersatz wird unter anderem von Veganern, Ovo-Vegetariern sowie Menschen mit Laktoseintoleranz oder Milcheiweiß-Allergie eingesetzt. Außerdem werden manche Sahneersatzprodukte damit beworben, dass sie im Vergleich zu herkömmlicher Sahne günstiger sind und einen reduzierten Fettgehalt sowie eine erhöhte Hitze-, Säure-, Alkohol- und Standstabilität aufweisen.
Des Weiteren ist vollständig milchfreie Pflanzensahne parve (neutral nach den jüdischen Speisegesetzen) und kann daher in der koscheren Küche auch im Zusammenhang mit fleischigen Mahlzeiten eingesetzt werden.

Konklave 1830–1831

Im Konklave von 1830–1831, das vom 14. Dezember 1830 bis zum 2. Februar 1831 tagte, wurde der bisherige Präfekt der Kongregation De Propaganda Fide, Bartolomeo Alberto Cappellari O.S.B. Cam, zu Papst Gregor XVI. gewählt. Es war das bisher letzte Konklave, das länger als einen Monat dauerte.

Nach dem Tod von Papst Pius VIII. am 30. November 1830 rief Kardinaldekan Bartolomeo Pacca die Kardinäle zum Konklave zusammen. Zwei Wochen nach dem Tod des Papstes begann die Wahl des Nachfolgers. Zu den papabili zählten die Kardinäle Giacomo Giustiniani, Giuseppe Albani und Emmanuele de Gregorio. Der spanische Kardinal Juan Francisco Marco y Catalán verkündete das Veto König Ferdinands VII. von Spanien gegen die Wahl von Giacomo Giustiniani. So wurde erst nach fünfzig Tagen Kardinal Cappellari zum Papst gewählt und nahm den Papstnamen Gregor XVI. an.
Während der Sedisvakanz gab es 54 Kardinäle, von denen 45 an der Wahl teilnahmen. Die meisten Kardinäle waren Italiener, der älteste Teilnehmer war der 86-jährige Benedetto Naro. Das Durchschnittsalter der Teilnehmer betrug 65 Jahre.
Während der Sedisvakanz wurden diese Ämter von folgenden Kardinälen ausgeübt:
Folgende Kardinäle nahmen am Konklave teil:
Folgende Kardinäle nahmen nicht am Konklave teil:
Papstwahlen: 1061 | 1073 | 1086 | 1088 | 1099 | 1118 | 1119 | 1124 | 1130 | 1143 | 1144 | 1145 | 1153 | 1154 | 1159 | 1181 | 1185 | 1187 (Okt.) | 1187 (Dez.) | 1191 | 1198 | 1216 | 1227 | 1241 | 1243 | 1254 | 1261 | 1264–1265 | 1268–1271 | 1276 | 1277 | 1280–1281 | 1285 | 1287–1288 | 1292–1294
Konklaven: 1276 (Jan.) | 1276 (Jul.) | 1294 | 1303 | 1304–1305 | 1314–1316 | 1334 | 1342 | 1352 | 1362 | 1370 | 1378 | 1389 | 1404 | 1406 | 1417 | 1431 | 1447 | 1455 | 1458 | 1464 | 1471 | 1484 | 1492 | 1503 (Sept.) | 1503 (Okt.) | 1513 | 1521–1522 | 1523 | 1534 | 1549–1550 | 1555 (Apr.) | 1555 (Mai) | 1559 | 1565–1566 | 1572 | 1585 | 1590 (Sept.) | 1590 (Okt.) | 1591 | 1592 | 1605 (Mrz.) | 1605 (Mai) | 1621 | 1623 | 1644 | 1655 | 1667 | 1669–1670 | 1676 | 1689 | 1691 | 1700 | 1721 | 1724 | 1730 | 1740 | 1758 | 1769 | 1774–1775 | 1799–1800 | 1823 | 1829 | 1830–1831 | 1846 | 1878 | 1903 | 1914 | 1922 | 1939 | 1958 | 1963 | 1978 (Aug.) | 1978 (Okt.) | 2005 | 2013

David Shrigley

David Shrigley (* 17. September 1968 in Macclesfield) ist ein britischer Künstler. Er lebt und arbeitet in Glasgow.

Shrigley wurde 1968 in Macclesfield geboren und wuchs in Oadby, Leicestershire auf. 1987 begann er sein Studium an der De Montfort University und führte dies von 1988 bis 1991 an der Glasgow School of Art fort, wo er Environmental Art studierte.
Shrigley ist verheiratet.
Shrigleys Werk umfasst Skulpturen, Gemälde, Animationen, Texte und Fotografien, am bekanntesten sind aber wohl seine gezeichneten Cartoons, die sowohl in Büchern als auch in Form von Postkarten veröffentlicht werden. Vor allem für seine Zeichnungen wählt Shrigley oft einen Stil, der sich durch seine begrenzte Technik auszeichnet und an Vertreter der Art Brut erinnert. So wirken seine Werke durch ihre einfachen Formen, wiederholte Rechtschreibfehler und Durchstreichungen oft unfertig oder nicht professionell ausgearbeitet. Dies ist aber eher als ein bewusst gewähltes Stilmittel denn als Stümperei zu werten und unterstreicht den komischen Effekt, den Shrigleys Arbeiten mit ihrer schwarzhumorigen Schilderung bizarrer und absurder Situationen und Figuren oft erzielen.

DFW C-Typen

Die DFW C-Flugzeuge waren einmotorige Kampfflugzeuge der Deutschen Flugzeug-Werke (DFW). Unter diesen Flugzeugen war der C.V, auch als Aviatik C.VI bezeichnet und in großen Stückzahlen gefertigt, einer der erfolgreichsten Zweisitzer der Fliegertruppe des Deutschen Heeres während des Ersten Weltkriegs.

Mit dem Übertritt von Willi Sabersky-Müssigbrodt von den liquidierten Gustav Otto Flugmaschinenwerken in München kamen neue Ideen in das Konstruktionsbüro der DFW, in dem Heinrich Oelerich und Hermann Dorner bereits die erfolgreichen DFW B.I und B.II und danach auf gleicher Basis einige weniger spektakuläre C-Flugzeuge konstruiert hatten. Der DFW C.I (Werksbezeichnung KD15) unterschied sich vom B.I durch den stärkeren Motor, beließ jedoch immer noch den Beobachter ungünstig platziert vor dem Piloten. In die obere Tragfläche war allerdings eine Aussparung eingelassen, auf der der Beobachter wenn er sich in seinem Cockpit aufrichtete, sich mit einem beweglich angebrachten Parabellum-MG zur Wehr setzen konnte.
Der DFW C.II war eine etwas verkleinerte Abwandlung der C.I, hatte jedoch nunmehr gerade gezogene und leicht gestaffelte Tragflächen, war jedoch weniger stabil als sein Vorgänger gebaut; es ist unklar, ob das Flugzeug in den Einsatz gelangte.
Über einen C.III ist nichts bekannt. 1916 modifizierten die Ingenieure den Rumpf und bauten auf dieser Basis den C.IV, der auch von Aviatik in Lizenz gebaut wurde.
Da sich der Motor aus zu schwach erwies, bestückte man die Maschine mit dem nun verfügbaren 200 PS starken Benz Bz IV-Motor mit Windhoff-Seitenkühlern. Auch die Steuerflächen wurden modifiziert. Das Flugzeug, als DFW C.V bezeichnet, hatte im Mai 1916 seinen Erstflug und wurde trotz Schwierigkeiten bei der Abnahmeprüfung im Juni/Juli 1916 ab August 1916 in Serienfertigung genommen. Im Oktober erfolgte eine Bestellerhöhung auf 1.000 Maschinen und so wurde das Flugzeug auch von BFW (300 Flugzeuge), LVG (250 Flugzeuge), Halberstadt (75 Flugzeuge) und Aviatik (150 Flugzeuge) nachgebaut, dort unter der Bezeichnung Aviatik C.VI.
Über Typen oder Prototypen C.VI oder C.VII ist nichts bekannt. 1918 tauchte jedoch der DFW C.VIII (F37) auf, ebenfalls mit 200 PS Benz Bz.IV-Motor, aber in den Abmessungen wesentlich kleiner und leichter als der D.V. Das Flugzeug erreichte damit eine Höhe von 6.000 m, mit der einsitzigen Testversion DFW C.VIII (F37 III) mit modifiziertem Leitwerk und Querrurdern und 220 PS Benz Bz.IVa Motor erzielte Olt. Diemer am 11. Mai 1919 einen Höhenrekord von 9.620 m.
Es gab allerdings auch noch ein Schulungsflugzeug, DFW CVc. Es war mit einem 185 PS NAG Motor ausgestattet.
Der DFW C.I gelangte in kleiner Zahl 1915/16 in den Einsatz.
Der Einsatz des C.IV, der ab Frühling 1916 ausgeliefert wurde, stand deutlich im Schatten des sehr erfolgreichen DFW C.V. Dieser kam ab Sommer 1916 in die Truppe, war bei den Piloten sehr beliebt: Gut in der Handhabung sowie bei Start und Landung, zuverlässig, stabil, steigfähig und schnell.
Der C.V diente dank seines ausreichenden Platzangebots für Ausrüstung und Bewaffnung auch als leichter Bomber, Fotoaufklärer und Begleitschutzflugzeug verwendet. Es galt als eines der besten deutschen Flugzeuge der C-Klasse und konnte sich auch im Luftkampf gegen feindliche Jäger gut behaupten. Das Flugzeug wurde in sehr großen Stückzahlen bis Kriegsende hergestellt und eingesetzt. Ende 1917 waren ca. 1.000 Flugzeuge, bei Kriegsende immer noch 600 D.V im Einsatz. Die bulgarische Flugzeugabteilung erwarb sechs DFW C.V 1917, die 1920 durch die Alliierte Kontrollkommission gemäß den Bedingungen des Friedensvertrag zerstört wurden.
Über den Einsatz der übrigen C-Typen ist wenig bekannt.
Viele C.IV überlebten den Krieg und wurden zu Passagierflugzeugen umgebaut.
Zwei DFW C.V. wurden in der finnischen Luftwaffe von 1918 bis 1921 verwendet. Viele weitere Luftwaffen verwendeten diesen Typ, auch noch nach dem Krieg.
1925–1926 wurden in der bulgarischen Staatlichen Flugzeugwerkstatt DAR (Darschawna Aeroplanna Rabotilniza) in Boschuriste bei Sofia unter der Leitung des deutschen Ingenieurs (später Professor) Hermann Winter acht Nachbauten der DFW C.V als DAR Uzunow-1 gebaut.
Heute ist nur noch der Rumpf einer DFW C.V(Av) im Polnischen Luftfahrt-Museum Krakau erhalten. Diese Maschine gehört zum im Zweiten Weltkrieg ausgelagerten Bestand des deutschen Luftfahrtmuseums in Berlin; eine Rückgabe dieser sowie der übrigen Flugzeuge aus diesen Beständen wird von polnischer Seite abgelehnt.

Die schöne Frau Imperia

Die schöne Frau Imperia ist ein Gemälde des deutschen Malers Lovis Corinth aus dem Jahr 1925. Es handelt sich entsprechend um eines der letzten Gemälde des Künstlers, der am 17. Juli 1925 verstarb. Dargestellt ist eine Szene aus der Erzählung Die schöne Imperia (frz. La belle Impéria) aus den Tolldreisten Geschichten des französischen Schriftstellers Honoré de Balzac.
Das Bild mit den Maßen 75 × 48 cm befand sich seit dem Tod Corinths im Besitz seiner Tochter Wilhelmine Corinth in New York City.

Im Zentrum des hochformatigen Bildes, leicht neben der Bildmitte, steht die unbekleidete Frau Imperia. Sie ist mit Ausnahme des linken Fußes vollständig in Frontalansicht dargestellt, das rechte Bein ist leicht angewinkelt und lässt am Fuß einen roten Schuh erkennen. Der rechte Arm ist leicht vom Körper abgestreckt und durch einen Armreif am Handgelenk und einen weiteren am Oberarm geschmückt. Der ebenfalls mit einem Reif versehene linke Arm ist angewinkelt und einer am Bildrand stehenden dunklen Figur entgegengestreckt. Die Augen von Imperia sind auf diese Figur gerichtet, ihr Mund ist leicht geöffnet.
Die Figur am rechten Bildrand schaut direkt auf die nackte Frau. Sie trägt eine dunkle Robe und eine violette Schärpe, wie sie von Geistlichen getragen werden. Hinter der Frau Imperia sind mehrere weitere, nur undeutlich dargestellte Frauen erkennbar, die lange Kleider und Schmuck tragen. Der Raum selbst ist nicht zu erkennen, den Hintergrund bilden rote Farbbereiche, in denen mit gelber Farbe Lichter angedeutet sind.
Die Erzählung Die schöne Imperia (frz. La belle Impéria, Honoré de Balzac) stammt aus der Sammlung der Tolldreisten Geschichten (französischer Originaltitel Les contes drolatiques), die in den Jahren 1832, 1833 und 1837 veröffentlicht wurden. Lovis Corinth, der bereits eine aus elf Lithografien bestehende Sammlung zum Werk Les contes drolatiques schuf, widmete ihr 1925 dieses Gemälde.
Die Geschichte handelt von einem jungen Geistlichen namens Philippus von Mala, der als Lehrling des Erzbischofs von Bordeaux wirkte und diesen zum Konzil von Konstanz (1414–1418) begleitete. Obwohl er geschworen hatte, sich als frommer Pfarrer zu benehmen, „sah er bald, daß männiglich Besucher selbigen gottgelahrten Konziles ein gar lockeres Leben führten und dabei obendrein mehr Ablässe, Goldgulden und Pfründen einheimsten als fromme Tugendbolde.“ Er entschloss sich dazu, sich ebenfalls so zu verhalten, traute sich jedoch nicht, die Buhlerinnen anzusprechen. Nachdem ihm gesagt worden war, dass die Damen für Geld zu haben seien, „drang er denn eines abends tollkühn wie ein brünstiger Hirsch in das schönste Haus der Stadt, davor er schon so manche Haushofmeister, Offiziere oder Pagen ihrer Herren beim Fackelscheine harren gesehen hatte“ und wurde auch eingelassen, da der Wächter ihn für einen Dienstboten hielt. So kam er in das Zimmer der Frau Imperia, der Herrin des Hauses, die sich „von flinken Zofen umringt ihrer Gewänder entledigte. Verdutzt wie ein erwischter Dieb blieb er stehen. Schon war die Huldin ohne Rock und Mieder und bald stand sie hüllenlos in prunkender, anmutsvoller Nacktheit da, also daß dem beglückten Pfäfflein ein liebeheißes ‚Aah!‘ entfuhr.“
Corinth stellt in seinem Gemälde die Szene dar, in der Imperia den Pfarrer anspricht und feststellt, dass er sehr schöne Augen hat. Die nackte Imperia steht, umringt von ihren Zofen, dem Pfarrer gegenüber, während dieser auf ihren Leib starrt. Im weiteren Verlauf verliebt sich die Imperia in den jungen Pfarrer und lädt ihn für den folgenden Tag zu sich ein, an dem es dann zu Verwicklungen mit hochrangigen geistlichen Freiern kommt.
Lovis Corinth beschäftigte sich bereits im Jahr 1913 mit den Tolldreisten Geschichten Balzacs und schuf eine Serie von 11 Lithografien zu dieser Sammlung von Erzählungen. Die Frau Imperia wurde in dieser Serie nicht behandelt.
Die schöne Frau Imperia stellte Corinth als letztes Gemälde vor seiner Reise nach Amsterdam fertig, wo er an einer Lungenentzündung erkrankte, an der er schließlich in Zandvoort in den Niederlanden verstarb. Nach Angaben seiner Frau beschäftigt Corinth dieses Bild noch auf dem Krankenlager in Amsterdam, und er empfahl seiner Familie, es zu hüten. Er sagte ihr: „Es ist ein gutes Bild.“
Vergleiche auch die Hauptartikel Imperia Cognati zum realen Vorbild der literarischen Figur Balzacs sowie Kurtisanenwesen in Rom unter den Renaissancepäpsten.

Robert Fortune Sanchez

Robert Fortune Sanchez (* 20. März 1934 in Socorro, New Mexico; † 20. Januar 2012 in Albuquerque, New Mexico) war ein US-amerikanischer Geistlicher und römisch-katholischer Erzbischof von Santa Fe. Er war der erste Bischof hispanischer Abstammung in den Vereinigten Staaten.
Robert Fortune Sanchez wuchs in Socorro, New Mexico, auf, wo er die Mount Carmel Catholic School und die Socorro High School besuchte. Er studierte zunächst an der St. Mary’s High School in Phoenix (Arizona), trat dann aber in das Immaculate Heart of Mary Seminary in Santa Fe (New Mexico) ein und studierte am St. Michael’s College (dem späteren College of Santa Fe). Nach Abschluss seiner Studien in Philosophie und Theologie am Päpstlichen Nordamerika-Kolleg in Rom empfing er durch Bischof Martin J. O’Connor am 20. Dezember 1959 die Priesterweihe für das Erzbistum Santa Fe. Er war Seelsorger und Lehrer in Albuquerque und absolvierte Aufbaustudien an der University of New Mexico (Didaktik, 1964) und der Katholischen Universität von Amerika (Kanonisches Recht). 1965 wurde er Diözesandirektor für die Laien. 1968 wurde er in den New Mexico Council of Churches‘ Institutional Ministry berufen. Nach weiteren Verwaltungsaufgaben und Tätigkeit in der Seelsorge wurde er Generalvikar der Erzdiözese.
Papst Paul VI. ernannte ihn am 1. Juni 1974 zum Erzbischof von Santa Fe. Die Bischofsweihe spendete ihm im Beisein von 14.000 Gläubigen der Apostolische Delegat in den Vereinigten Staaten von Amerika, Jean Jadot, am 25. Juli 1974; Mitkonsekratoren waren James Peter Davis, emeritierter Erzbischof von Santa Fe, und Patrick Fernández Flores, Weihbischof in San Antonio. Er war Initiator der ersten Diözesan-Jugend-Konferenz. Er war erster Hispanic in der Liturgie- und auch Ökumenekommission der US-amerikanischen Bischofskonferenz und zahlreicher weiterer Institutionen. Papst Johannes Paul II. bestellte ihn zum Mitglied der Kommission für Migration. Er engagierte sich für das Thema HIV/ Aids.
Er erklärte am 19. März 1993 seinen Rücktritt, nachdem er gestanden hatte, in den 1970ern und 1980ern sexuelle Beziehungen zu mindestens fünf jungen Frauen in New Mexico unterhalten zu haben. Weiter wurde ihm die Duldung von sexuellem Missbrauch an Kindern durch Priester seiner Diözese vorgeworfen.

Günther Glaser

Günther Glaser (* 25. April 1912 in Stuttgart; † 20. Juli 2003 ebenda) war ein deutscher Physiker, Ingenieurwissenschaftler und Universitätsprofessor.

Günther Glaser wurde in Stuttgart geboren, verbrachte dort seine Jugend und besuchte das Realgymnasium in Eßlingen am Neckar.
Anschließend studierte er Physik, zuerst an der TH Stuttgart, wo er auch diplomierte, dann wandte er sich der Universität Göttingen zu, um 1936 bei Robert Wichard Pohl mit einer Arbeit über Elektrische Beobachtungen bei der optischen Bildung und Rückbildung von Farbzentren in KBr- und KCl-Kristallen zu promovieren. Zwischen 1936 und 1938 arbeitete Günther Glaser als Assistent an der Universität Göttingen und der TH Stuttgart, anschließend in einem Forschungslabor bei Bosch.
Den Zweiten Weltkrieg erlebte er als Bataillons- und Regimentsadjutant bei den Gebirgsjägern bis der Krieg ihn schließlich 1943 mit zwei Verwundungen entließ.
Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete er bei der „Deutschen Forschungsanstalt für Segelflug“ (DFS) und bei der „Württembergischen Metallwarenfabrik“ (WMF) in Geislingen an der Steige. 1949 zog es ihn nochmals zurück zur Hochschule, er wurde Assistent bei Erich Regener am Physikalischen Institut der TH Stuttgart.
1953 ging Günther Glaser zu Junghans nach Schramberg, wo er mit der Uhrentechnik in Berührung kam, ein Gebiet, das ihn zeitlebens nicht mehr losließ. Wenig später übertrug man ihm die Leitung über Forschung und Entwicklung. In seine Zeit als Entwicklungsleiter fiel der große Technologiewandel von der mechanischen zur batteriebetriebenen elektrischen Uhr.
1963 folgte Günther Glaser dem Ruf der TH Stuttgart auf den Lehrstuhl für „Uhrentechnik und Feinmechanik“, später „Institut für Zeitmesstechnik, Fein- und Mikrotechnik“ (IZFM) genannt. Außerdem leitete er das „Forschungsinstitut für Uhren- und Feingerätetechnik“ der gleichnamigen Gesellschaft, später in Hahn-Schickard-Gesellschaft umbenannt. Die Verbindung von Forschung und Lehre kam den Neigungen Günther Glasers geradezu entgegen und er widmete sich dieser Aufgabe mit der ihn auszeichnenden Tatkraft. Unter seiner Leitung haben Hochschul- und Forschungsinstitut der Uhrentechnik vielfältige Anregungen gegeben und Grundlagen zu Neuentwicklungen erarbeitet; entsprechende Veröffentlichungen belegen den hohen Stand ihrer Forschung.
1981 schied Günther Glaser aus dem aktiven Dienst aus.
Neben seinen ehrenamtlichen Verpflichtungen in wissenschaftlichen Gremien fühlte er sich der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie besonders verbunden, deren Präsident er von 1963 bis 1981 war.
Nach längerer Krankheit verstarb er 2003 im 92. Lebensjahr in Stuttgart.
Es sind mehr als 100 Publikationen bekannt. Die Krönung seines Lebenswerkes ist das 16 bändige
Weitere Publikationen:

Schloss Burglinster

Schloss Burglinster befindet sich in Burglinster, einem Ortsteil von Junglinster im Großherzogtum Luxemburg. Heute beherbergt das Schloss Restaurants und verschiedene Veranstaltungsräume.
1231 vergab Gräfin Ermesinde von Luxemburg die Burg als Lehen an Beatrix von Linster und Dietrich von Fentsch, Seneschall von Luxemburg. Mitte des 14. Jahrhunderts war die Burg im Besitz der Familie von Orley. Im 15. Jahrhundert lebten die Familien von Orley, von Hammerstein und von Bettstein in dem mit der Zeit erweiterten Komplex.
Anfang der 1540er Jahre wurde die Burg während des Krieges zwischen Karl V. und Franz I. zerstört. 1548 begann der Wiederaufbau im Stil der Renaissance.
Während der Auseinandersetzungen Frankreichs unter Ludwig XIV. mit den Niederlanden kam es 1682 bis 1684 wiederum zu Zerstörungen. Im 18. Jahrhundert entstanden barocke Erweiterungen.
1968 erwarb der Staat Luxemburg das Schloss, das bis 1988 restauriert wurde. Seit 1982 kümmert sich die Vereinigung „Frënn vum Bierger Schlass“ um die kulturellen und touristischen Aspekte des Schlosses Burglinster.
49.702546.217128Koordinaten: 49° 42′ 9″ N, 6° 13′ 2″ O