Löschen (Datei)

Als löschen oder entfernen (englisch delete oder erase) wird in der Informationstechnik und Informatik allgemein das Löschen von Daten bezeichnet. Ein besonderer Fall ist das Löschen von Dateien.
Abhängig vom Speichermedium, der Speicherungsform der Datei, dem Betriebssystem und dem Dateisystem, unter dem die Datei geführt wird, können unterschiedliche Varianten und Stufen der Löschung angewendet werden, zum Beispiel nur das sogenannte logische und das physische Löschen.
Für das Verständnis der Vorgänge beim Löschen kann unterschieden werden zwischen der Datei als logischer Dateneinheit und ihrem Inhalt. Letzterer kann nach dem Löschen u. U. im Datenspeicher noch existieren, während die Datei als solche als gelöscht gilt.

Dateien werden heutzutage überwiegend in sogenannten Dateisystemen geführt. Darin werden die Informationen über die Dateien (Metadaten) in speziellen Verzeichnissen geführt, die Daten selbst getrennt davon, in ggf. vielen einzelnen Fragmenten verstreut gespeichert. Häufig kann auf die einzelnen Datenblöcke direkt zugegriffen werden. Die Aktionen zum Speichern der Daten (Lesen, Schreiben, Ändern, Löschen) werden dabei meist unter Verwendung von Teilfunktionen des Betriebssystems zur Dateiverwaltung oder über ein Datenbanksystem ausgeführt. Mehrere Dateien können in einem Dateiverzeichnis zusammengefasst sein, das auch selbst wieder Teil eines übergeordneten Verzeichnisses sein kann. Details siehe Hauptartikel Dateisystem.
Für das Löschen solcher Dateien können die folgenden Grundformen unterschieden werden:
In vielen grafischen Benutzeroberflächen werden Dateien, wenn sie vom Benutzer gelöscht werden, zunächst nur in einen besonderen Ordner – bspw. namens „Papierkorb“ – verschoben; Beispiel siehe . Dort bleiben sie temporär gespeichert und können unter ihrem ursprünglichen Dateinamen ohne Datenverlust wiederhergestellt werden; Beispiel siehe . In der Regel ist so auch das Löschen ganzer Ordner (mit mehreren Dateien und Unterverzeichnissen) möglich. Erst durch die Papierkorb-Funktion „Leeren“ werden diese Dateien/Objekte aus dem Dateiverzeichnis ausgetragen und damit „logisch gelöscht“ (siehe unten).
Unter einigen Oberflächen (z. B. Microsoft Windows oder KDE) lässt sich die Papierkorb-Funktion manuell zu- oder abschalten. Daneben ist es möglich, Dateien und Ordner (statt in den Papierkorb) direkt „logisch“ zu löschen, indem beim Löschen (über das Menü oder die Entfernen-Taste) die Umschalttaste gedrückt wird.
Löschfunktionen in kommandozeilenorientierten Oberflächen unterstützen üblicherweise die ‚Papierkorb-Funktion‘ nicht.
Von einem Dateisystem werden Dateien gelöscht, indem ihr Eintrag aus dem Dateiverzeichnis entfernt (Details siehe auch Harter Link) und der bisherige Speicherplatz der Daten als ‚überschreibbar‘ geführt wird. Diese Art des Löschens wird als logisches Löschen bezeichnet. Die Daten selbst befinden sich danach noch auf dem Datenträger, die von ihnen bisher belegten Speicherplätze werden erst dann überschrieben, wenn sie zum Speichern anderer Daten benötigt werden, ggf. für unterschiedliche Dateien. Bis zu diesem Zeitpunkt können sie durch den Einsatz spezieller Programme wiederhergestellt werden, ggf. nur teilweise.
Beim physischen Löschen, auch als sicheres Löschen bezeichnet, wird der Speicherplatz ehemaliger Dateien (der beim logischen Löschen als ‚frei‘ gekennzeichnet wurde) ein oder mehrmals mit bestimmten Bitkombinationen überschrieben. Somit können die bisherigen Daten nicht mehr oder nur mit einem erheblichen technischen (und damit finanziellen) Aufwand ausgewertet werden.
Dies ist jedoch keine für einzelne Dateien ausführbare Maßnahme und findet nicht beim Löschen einer einzelnen Datei statt. Vielmehr ist es eine Maßnahme zur Erhöhung der Datensicherheit oder des Datenschutzes, welche die Rekonstruktion der alten, eigentlich gelöschten Daten verhindern oder erschweren soll.
Siehe auch Informationen des BSI zu „Daten richtig löschen“.
Für magnetische Festplatten gibt es für diese Art des Löschens spezielle Programme, beispielsweise Wipe oder Eraser. Der VSITR-Standard des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schreibt seit einigen Jahren für ‚normale Sicherheitsanforderungen‘ nur noch einmaliges Überschreiben vor. Siehe auch .
Bei weiteren über Dateisysteme verwalteten Speichermedien (beispielsweise Diskette, USB-Stick, SD-Card, SSD, CD und DVD etc.) werden die vorgenannten Verfahren zum Löschen von Dateien aus verschiedenen Gründen zum Teil nicht oder nicht in der beschriebenen Art und Weise angewendet. Beispiele für derartige Unterschiede:
Allgemein gilt als Grund für das Löschen von Dateien, dass diese – auf dem jeweiligen Datenträger – nicht mehr benötigt werden. Im Einzelnen können dafür beispielsweise folgende Sachverhalte die Ursache sein:
Das Löschen von Dateien kann operational auf unterschiedliche Art und Weise geschehen, zum Teil explizit durch einen Benutzer veranlasst, zum Teil implizit im Ablauf beliebiger Programme:
Dateien, von denen weitere Kopien, z. B. Sicherungskopien existieren oder die anderweitig an einen nicht-lokalen Speicher übertragen wurden (z. B. in eine Cloud) sind üblicherweise an mehreren Stellen gespeichert. Das Lokalisieren und Löschen dieser Kopien ist für den Benutzer selbst meist nicht möglich. Ob die Kopien jemals gelöscht werden, hängt z. B. davon ab, ob alte Sicherungen irgendwann durch das Rotationsschema überschrieben werden.
Eine implizite Variante des Löschens findet beim Ersetzen einer Datei mit einem anderen/neuen Inhalt statt. Da der bisherige Inhalt der Datei anschließend nicht mehr existiert, ist zwar nicht die Datei, aber deren alter Inhalt ‚gelöscht‘. Die Datei enthält anschließend einen neuen Inhalt – wobei der alte Dateiinhalt meist nur ‚logisch gelöscht‘ sein wird.
Der Begriff „Datei“ wird häufig und überwiegend mit der Speicherung auf Massenspeichern assoziiert, wie Festplatten oder Flash-Speicher, darunter Solid-State-Drives, USB-Sticks oder SD-Karten. Dateien werden und wurden aber auch auf anderen Speichermedien geführt und auch diese Dateien müssen gelöscht bzw. eliminiert werden können. Nachfolgend wird deshalb kurz das ‚Löschen‘ aus diesen Datenträgern erläutert:

Communauté de communes de la Montagne du Haut Languedoc

Die Communauté de communes de la Montagne du Haut Languedoc ist ein französischer Gemeindeverband mit der Rechtsform einer Communauté de communes in den Départements Hérault und Tarn der Regionen Languedoc-Roussillon und Midi-Pyrénées. Sie wurde am 30. Dezember 1992 gegründet und umfasst acht Gemeinden. Der Verwaltungssitz befindet sich im Ort La Salvetat-sur-Agout. Die Besonderheit legt in der Département- und Regions-übergreifenden Strukturierung der Gemeinden.

Communautés de communes: Avant-Monts du Centre Hérault | Cévennes Gangeoises et Suménoises* | Clermontais | Domitienne | Grand Orb | Grand Pic Saint-Loup | Lodévois et Larzac | Minervois | Montagne du Haut Languedoc* | Nord du Bassin de Thau | Orb et Jaur | Orb et Taurou | Pays de Lunel | Pays Saint-Ponais | Pays de Thongue | Sud-Hérault | Vallée de l’Hérault
Communautés d’agglomération: Bassin de Thau | Béziers Méditerranée | Hérault Méditerranée | Pays de l’Or
Métropole: Montpellier Méditerranée Métropole Den mit * gekennzeichneten Gemeindeverbänden gehören auch Gemeinden an, die in anderen Départements liegen.
Communautés de communes: Carmausin-Ségala | Centre Tarn | Cordais et Causse | Haute Vallée du Thoré | Lauragais Revel Sorèzois* | Lautrécois et Pays d’Agout | Montagne du Haut Languedoc* | Montagne Noire* | Monts-d’Alban et Villefranchois | Monts de Lacaune | Rabastinois | Sidobre Val d’Agout | Sor et l’Agout | Tarn-Agout* | Tarn et Dadou | Val 81 | Vals et Plateaux des Monts de Lacaune | Vère-Grésigne Pays Salvagnacois
Communautés d’agglomération: Albigeois | Castres Mazamet
Den mit * gekennzeichneten Gemeindeverbänden gehören auch Gemeinden an, die in anderen Départements liegen.

Liste der Kulturdenkmäler in Mandel

In der Liste der Kulturdenkmäler in Mandel sind alle Kulturdenkmäler der rheinland-pfälzischen Ortsgemeinde Mandel aufgeführt. Grundlage ist die Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz (Stand: 31. März 2014).

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Abtweiler | Allenfeld | Altenbamberg | Argenschwang | Auen | Bad Kreuznach | Bad Sobernheim | Bärenbach | Bärweiler | Becherbach | Becherbach bei Kirn | Biebelsheim | Bockenau | Boos | Braunweiler | Brauweiler | Breitenheim | Bretzenheim | Bruschied | Burgsponheim | Callbach | Dalberg | Daubach | Daxweiler | Desloch | Dörrebach | Dorsheim | Duchroth | Eckenroth | Feilbingert | Frei-Laubersheim | Fürfeld | Gebroth | Guldental | Gutenberg | Hackenheim | Hahnenbach | Hallgarten | Hargesheim | Heimweiler | Heinzenberg | Hennweiler | Hergenfeld | Hochstätten | Hochstetten-Dhaun | Horbach | Hüffelsheim | Hundsbach | Ippenschied | Jeckenbach | Kellenbach | Kirn | Kirschroth | Königsau | Langenlonsheim | Langenthal | Laubenheim | Lauschied | Lettweiler | Limbach | Löllbach | Mandel | Martinstein | Meckenbach | Meddersheim | Meisenheim | Merxheim | Monzingen | Münchwald | Neu-Bamberg | Niederhausen | Norheim | Nußbaum | Oberhausen an der Nahe | Oberhausen bei Kirn | Oberstreit | Odernheim am Glan | Otzweiler | Pfaffen-Schwabenheim | Pleitersheim | Raumbach | Rehbach | Rehborn | Reiffelbach | Roth | Roxheim | Rüdesheim | Rümmelsheim | Sankt Katharinen | Schloßböckelheim | Schmittweiler | Schneppenbach | Schöneberg | Schwarzerden | Schweinschied | Schweppenhausen | Seesbach | Seibersbach | Simmertal | Sommerloch | Spabrücken | Spall | Sponheim | Staudernheim | Stromberg | Tiefenthal | Traisen | Volxheim | Waldböckelheim | Waldlaubersheim | Wallhausen | Warmsroth | Weiler bei Monzingen | Weinsheim | Weitersborn | Windesheim | Winterbach | Winterburg

Rørvik

Rørvik ist ein Ort in Norwegen. Er ist Hauptort der Kommune Vikna auf der Insel Vikna und hatte im Jahr 2007 knapp über 2.600 Einwohner. Im August 2010 waren es bereits 3.700 Einwohner.
Der traditionelle Haupterwerb ist der Fischfang und die Landwirtschaft. Größter einzelner Arbeitgeber ist der norwegische Telekommunikationskonzern Telenor, die meisten Arbeitsplätze hingegen befinden sich weiterhin in der Fischzucht, dem Fischfang und der fischverarbeitenden Industrie. Die Gemeinde ist Anlegestelle der Hurtigruten-Schiffe, hier treffen sich allabendlich die nord- und südgehenden Schiffe. Per Schnellfähre besteht dreimal täglich eine Anbindung an die nächstgrößere Stadt Namsos. Auf dem Luftwege erreicht man die Stadt über den Flughafen Rørvik, Ryum, unweit des Stadtzentrums gelegen. Über die Straße Fv770 sind Stadt und Flughafen mittlerweile fährfrei an die rund 55 Kilometer entfernte Küstenstraße Fv17 angebunden.
Sehenswert ist neben der Rørviker Kirche vor allem das Küstenmuseum, das die Geschichte der Küstenbewohner und ihre Berufe dokumentiert.
64.86159194444411.238928055556Koordinaten: 64° 52′ N, 11° 14′ O

Darwood Kaye

Darwood Kaye, eigentlich Darwood Kenneth Smith, (* 8. September 1929 in Fort Collins, Colorado; † 15. Mai 2002 in Riverside, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Kinderdarsteller, der bei den Kleinen Strolchen in der Rolle des reichen Snob-Kindes Waldo bekannt wurde.

Geboren in Colorado als Darwood Kenneth Smith, besuchte er mit sechs Jahren eine Show des Westernstars Tom Mix, welcher der Familie empfahl, es in Hollywood mit ihrem Sohn zu versuchen. Auf einem längeren Urlaub in Kalifornien schaffte die Familie es schließlich, dass Hollywood-Agenten auf ihn aufmerksam wurden. Sein Filmdebüt absolvierte Kaye bei den Kleinen Strolchen im Film Glove Taps (1937). In den folgenden drei Jahren spielte er in insgesamt 21 Produktionen der populären Kurzfilmreihe. In seinen ersten beiden Filmen bei den Kleinen Strolchen hatte Kaye noch Komparsenrollen, in seinem dritten Film war er erstmals als reiches Snob-Kind Waldo mit streberhaften und erwachsenen Attitüden zu sehen. Oftmals war er mit seinen teuren Spielzeugen der Gegenspieler der Gruppe Kinder, insbesondere von Carl „Alfalfa“ Switzer, mit welchem er regelmäßig um die Gunst der Leading Lady Darla Hood buhlte. 1938 wechselten die Kleinen Strolche von den Hal Roach Studios zu MGM, die Filme bei letzterem Studio werden allgemein als schwächer angesehen.
1940 verließ er die Kleinen Strolche und hatte unter anderem eine kleinere Rolle in … und das Leben geht weiter (1943) mit Mickey Rooney. 1946 drehte er mit My Reputation neben Barbara Stanwyck seinen letzten von 33 Filmen.
Nach einem Dienst bei der US-Armee von eineinhalb Jahren besuchte Kaye die La Sierra University, eine Universität der Siebenten-Tags-Adventisten. 1951 heiratete er seine Mitstudentin Jean Venden, mit welcher er vier Söhne bekam. Unter dem Namen „Ken Smith“ wurde er Pfarrer für die Siebenten-Tags-Adventisten in mehreren Städten in Kalifornien. Mitte der 1950er-Jahre zog er mit seiner Familie ebenfalls für 17 Jahre als Priester nach Bangkok, wo er in der Mission tätig war. Auch nach seiner Rückkehr in Thailand war er weiterhin als Pfarrer tätig, zuletzt neben seinem Sohn Dan – welcher ebenfalls Pfarrer wurde – in Riverside in Kalifornien. Bei seinem Tod war er über 50 Jahre mit seiner Ehefrau verheiratet und hatte neun Enkelkinder.
Am 15. Mai 2002 machte Kaye einen Spaziergang auf dem Bürgersteig von Riverside, als ein Lastwagen von der Straße abkam und den 72-jährigen so schwer verletzte, dass er wenig später im Krankenhaus starb. Der LKW-Fahrer beging Fahrerflucht.

Karl Hänny

Karl Hänny (* 13. Juni 1879 in Twann; † 12. April 1972 in Beipschal bei Ligerz) war ein Schweizer Bildhauer, Kunstmaler, Medailleur und Grafiker.

Hänny besuchte von 1895 bis 1899 für viereinhalb Jahre die Abteilung für Kunstgewerbe am Technikum Biel, wo er eine Ausbildung als Stahlgraveur, Medailleur und Ziseleur abschloss. Als solcher war er in der Folge während zweieinhalb Jahren in Ulm, Wien und München, bevor er in die Schweiz zurückkehrte und in Bern an der Kunstgewerbeschule (heute die Schule für Gestaltung Bern und Biel) studierte. Im Winter 1903 besuchte er Auguste Rodin in Paris. Nach Abschluss seines Studiums war er 1905–1906 für anderthalb Jahre beim Karlsruher Bildhauer Wilhelm Sauer tätig, wo er selbständig diverse Bauplastiken ausführte, unter anderem am Schloss der Grafen Douglas in Gondelsheim. 1907 liess er sich in Bern nieder. Seit 1903 nahm er an wichtigen Kunstausstellungen in der Schweiz und in Deutschland teil, so in Bern, Lausanne, St. Gallen und Zürich, aber auch an der Berliner Secession und an der Schwarz-Weiss-Ausstellung (Berlin 1903) sowie im Münchner Glaspalast (1909, 1913). 1917 organisierte Hänny eine Kollektivausstellung im Kunsthaus Zürich. Hänny war einer der Gründer der Volkshochschule Bern, als deren erster Präsident er ab dem 16. Dezember 1920 amtete. In den 1950er Jahren siedelte er nach Ligerz um, wo er 1972 verstarb.
Hänny war zeitlebens sowohl als grafischer Künstler wie auch als Bildhauer tätig. Als Maler bevorzugte er die Aquarelltechnik, schuf jedoch auch Öl- und Tempera-Gemälde und auch einige Glasmalereien. Als Grafiker produzierte er viele Holzschnitte und Radierungen, sowohl als eigenständige Werke als auch als Buchillustrationen, sowie etwa fünfzig Exlibri, wobei er auch die Lithografie und Stempelschnitte anwendete. Stilistisch ist sein Werk in diesen Bereichen dem Jugendstil und Frühexpressionismus zuzuordnen.
Als Bildhauer schuf Hänny zahlreiche Baudekorationen in der Schweiz, meist aus Kunststein. Beispiele sind das Haus zum Rösslitor in St. Gallen, das Verwaltungsgebäude der Bernischen Kraftwerke am Viktoriaplatz (Bern), und die Hauptpost und das Gebäude der Volksbank in Biel. Die meisten seiner Bauplastiken sind im Berner Raum zu finden. Daneben ist Hänny Schöpfer einer grossen Zahl von Einzelwerken (Denkmäler und Statuen in Stein; Büsten zumeist in Bronze) und auch von Kleinplastiken (meist Tierfiguren und eine Reihe Akte). Die meisten dieser Werke werden stilistisch der französischen Spätromantik und der realistischen Plastik zugeordnet.
Als Medailleur schuf Hänny über 400 Plaketten, überwiegend Portraits.
Skulpturen: div. Brunnen, Brunnenfiguren, Statuen, Büsten, und Reliefs, darunter:
Grafiken:

Münchhausen-Grundschule

Artemisstr. 22-26
Die Münchhausen-Grundschule (Eigenschreibweise: Münchhausen Grundschule) ist eine staatliche Grundschule im Berliner Bezirk Reinickendorf im Ortsteil Waidmannslust mit offenem Ganztagesangebot. In der Schulanfangsphase gibt es jahrgangsübergreifende Lerngruppen. Das Hauptgebäude wurde 1901 fertiggestellt und steht unter Denkmalschutz.

Bis 1910 befand sich im Gebäude der heutigen Schule die Waidmannsluster Feuerwache. 1911 zog dann die Grundschule ein.
Zu Westberliner Zeiten trug die Schule die Bezeichnung 19G (19. Grundschule). 1971 wurden alle Schulen, die als Kennzeichen nur Nummern führten, aufgefordert, sich einen Namen auszusuchen. Es gab Vorschläge wie Waidmannsluster Grundschule oder Artemis-Grundschule. Doch diese Vorschläge wurden vom Bezirk zurückgewiesen. Schließlich sollte die Schule den Namen des verstorbenen Politikers Fritz Erler erhalten. Diesen Namen wollte die Schule aber nicht, da man jungen Grundschulkindern so etwas noch nicht erklären könne. Als eine Schule in Reinickendorf-Ost den Namen Till Eulenspiegel nehmen durfte, wurde von der Schule der Name Münchhausen vorgeschlagen.
2001 wurde das hundertjährige Jubiläum gefeiert.
Das Hauptgebäude, in dem die Klassenstufen drei bis sechs untergebracht sind, besteht aus drei Stockwerken und ist ein Backsteinbau im Stil des Historismus. Es gibt einen Haupthof, einen Sportplatz, einen Spielplatz und einen Hofteil mit Balancierbalken. Der Sportplatz hat zwei große Fußballtore und vier Basketballkörbe. Der Boden besteht aus rotem Insitu-Boden. Auf dem Haupthof gibt es drei Tischtennisplatten. Der Boden besteht aus Pflaster. Der Spielplatz hat eine Rutsche, zwei Klettergerüste, eine Kletterwand und eine ungefähr zwei Meter lange Hängebrücke. Das Haus wurde im Auftrag der Landgemeinde Lübars von dem Architekten Emil Bopst entworfen, die Ausführung besorgte 1901 August Seeger. In einer zweiten Bauphase wurde die Schule in den Jahren 1936 bis 1937 durch das Hochbau- und Siedlungsamt Reinickendorf unter der Federführung des Architekten Haase um einen Flügel erweitert. Der Baukörper ist ein in Nordwest-Südost-Richtung ausgerichtetes Rechteck, an dessen Südostende sich der senkrecht zum Hauptflügel stehende 30er-Jahre-Anbau anschließt. Im ebenfalls 1901 fertiggestellten Nebengebäude, das dem Hauptflügel gegenüberstehend den Schulhof begrenzt, ist eine Turnhalle, eine Schulstation und mehrere Fachräume untergebracht.
Es gibt eine Filiale in der Cité Foch, in der zwei Willkommensklassen und die Klassenstufen eins und zwei untergebracht sind. Dieses Gebäude wurde als Vorschule Saint-Exupéry für die französischen Streitkräfte und deren Angehörige gebaut und bis 1994 genutzt. Beim Abzug der Streitkräfte wurde es als Filiale der Münchhausen Grundschule vom Reinickendorfer Schulamt übernommen. Es handelt sich um einen Flachbau der 1970er-Jahre, der hinsichtlich seiner Architektur auf die Bedürfnisse der jüngeren Klassenstufen angepasst ist.
In der dritten Klasse kann man zwischen Englisch und Französisch als erste Fremdsprache wählen.
Die Münchhausen-Grundschule hat eine Partnerschaft mit der französischen Schule Simón Bolívar (benannt nach dem gleichnamigen Unabhängigkeitskämpfer) im 19. Arrondissement von Paris. Jedes Jahr im Frühling wird für die Schüler der sechsten Klassen, die Französisch als erste Fremdsprache gewählt haben, eine Reise nach Paris angeboten.
In der vierten Klasse können die Kinder sich zu Schulmediatoren ausbilden lassen. Es gibt Klassenfahrten und eine Skireise. Während des Schuljahres finden regelmäßig Ausflüge statt, zum Beispiel ins Atrium (Reinickendorfer Jugendkunstschule) oder ins Museum für Verkehr und Technik.
An der Schule gibt es Wahlpflicht-Kurse. Am Anfang eines Halbjahres darf sich jedes Kind einen neuen Kurs aussuchen.
Das Kursangebot umfasst Töpfern, Schule verschönern, Basketball, Badminton, Gemüseanbau, Englisch, Französisch, Theater, Trommeln und Gestalten der Schulwebsite.

Johannes Gross

Johannes Gross (* 6. Mai 1932 in Neunkhausen; † 29. September 1999 in Köln) war ein deutscher Publizist, Aphoristiker und Journalist.

Gross war ein Nachfahre des Schriftstellers Johann Heinrich Jung-Stilling.
Gross studierte Jura und Philosophie. In Marburg absolvierte er 1955 das erste juristische Staatsexamen. Während des Studiums war er Mitbegründer der christlich-konservativen Studentenzeitschrift Civis. Außerhalb des Universitätsbetriebs war er ab Mitte der 1950er Jahre ein Schüler des Juristen Carl Schmitt, zu dem er ein besonderes Vertrauensverhältnis aufbaute und den er zeitlebens verehrte.
Gross wurde Bonner Korrespondent und später Ressortchef Politik der Deutschen Zeitung; ab 1962 war er Leiter der politischen Abteilung des Deutschlandfunks. Ab 1968 war er Chefredakteur und stellvertretender Intendant der Deutschen Welle.
Seit 1974 war Gross Chefredakteur und schließlich von 1980 an Herausgeber der Zeitschrift Capital, später zeitweilig auch Vorstandsmitglied des Verlagshauses Gruner und Jahr. Außerdem schrieb er seit Anfang der 1980er Jahre regelmäßig eine Kolumne im mittlerweile eingestellten FAZ-Magazin.
Selbst in die Schlagzeilen der Tagespresse geriet Gross im Jahr 1983. Zusammen mit Peter Scholl-Latour sollte er die Herausgeberschaft und Chefredaktion des stern übernehmen, dessen vorherige Leitung nach dem Debakel um die gefälschten Hitler-Tagebücher ihre Sessel räumen musste. Dazu kam es jedoch nicht: Nach tagelangen Protesten der Belegschaft, die einen politischen Rechtsruck des Magazins fürchtete, verzichtete Gross darauf, den Posten anzutreten. Höhepunkt des Widerstands gegen Gross bildete eine öffentliche Kundgebung in Hamburg vor mehr als 2000 Journalisten und Sympathisanten, eine bis heute in der deutschen Medienlandschaft einmalig gebliebene Protestaktion gegen die missliebige Personalentscheidung eines großen Verlagshauses.
Gross war auch Kommentator und Moderator von Fernsehsendungen: Von 1977 bis 1984 leitete er für das ZDF die Bonner Runde und 1996 die Talkshow Tacheles, die schon nach sieben Ausgaben wieder eingestellt wurde.
Gross war mit Egon Bahr befreundet und spielte mit ihm 1985 in Hamburg gemeinsam gegen den späteren Schachweltmeister Garry Kasparov bei einer Veranstaltung des Nachrichtenmagazins Der Spiegel.
Mit seiner Ehefrau Elisabeth geb. Gotthardt (1931–2014) hatte Gross zwei Kinder. Der Sohn Johannes Daniel (* 1964) verstarb 1994, die Tochter Julia Katharina (* 1963) ist seit 2011 als Botschaftsrätin 1. Klasse Ständige Vertreterin des deutschen Botschafters in Rumänien.
Johannes Gross liegt auf dem Melatenfriedhof in Köln begraben.

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Müllendorf

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Müllendorf enthält die 7 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Müllendorf.

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes. Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:
Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.
Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.
Breitenbrunn am Neusiedler See | Donnerskirchen | Großhöflein | Hornstein | Klingenbach | Leithaprodersdorf | Loretto | Mörbisch am See | Müllendorf | Neufeld an der Leitha | Oggau am Neusiedler See | Oslip | Purbach am Neusiedler See | Sankt Margarethen im Burgenland | Schützen | Siegendorf | Steinbrunn | Stotzing | Trausdorf an der Wulka | Wimpassing an der Leitha | Wulkaprodersdorf | Zagersdorf | Zillingtal

Thrombozyt

Thrombozyten (Singular der Thrombozyt; von altgriechisch θρόμβος thrómbos „Klumpen“ sowie altgriechisch κύτος kýtos „Höhlung“, „Gefäß“, „Hülle“) oder Blutplättchen sind die kleinsten Zellen des Blutes. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, indem sie sich bei der Verletzung eines Blutgefäßes an das umliegende Gewebe anheften („Thrombozytenadhäsion“) oder aneinanderheften („Thrombozytenaggregation“), sodass die Verletzung verschlossen wird. Zusätzlich setzen sie dabei gerinnungsfördernde Stoffe frei.
Blutplättchen haben weder Zellkerne noch Erbinformation (DNA). Sie entstehen durch Abschnürung aus Megakaryozyten, die sich im Knochenmark befinden.

Thrombozyten entstehen im Knochenmark, wo sie von Megakaryozyten, riesigen thrombozytenbildenden Zellen, abgeschnürt werden. Bis zu 8000 Thrombozyten können sich im Laufe eines Lebens von solch einer Knochenmarkszelle abschnüren. Dieser Vorgang wird Thrombopoese genannt und durch das Hormon Thrombopoietin unterstützt.
Thrombozyten haben einen Durchmesser von 1,5 µm bis 3,0 µm und sind scheibenartig flach (discoid). Während der Blutgerinnung ändern die Thrombozyten durch Aktivatoren wie ADP, Kollagen, Thromboxan und Thrombin ihre Form (shape change). Es erfolgt die Ausstülpung von Pseudopodien, was mit einer mehrfachen Oberflächenvergrößerung einhergeht. Dies begünstigt die Thrombusbildung durch fibrinvermittelte Bindung mit anderen Thrombozyten. Dieser Vorgang beschreibt die Funktion von Thrombozyten und wird Thrombozytenaggregation genannt. Bei gesunden Personen gilt eine Thrombozytenanzahl von 150.000 bis 380.000 pro µl Blut als Normalwert. Die durchschnittliche Lebensdauer von Thrombozyten beträgt acht bis zwölf Tage. Der Abbau erfolgt hauptsächlich in der Milz sowie in der Lunge und, in geringerem Maße, in der Leber.
Trotz Fehlens eines Zellkerns wurde in Thrombozyten mRNA aus Megakaryozyten gefunden. Sie sind daher, wenn auch begrenzt, zur Neusynthese von Proteinen befähigt. Sie besitzen wie andere Zellen Mitochondrien, jedoch eine spezielle Form des rauen endoplasmatischen Retikulums (rER), das kanalikuläre System. Es dient als Calciumionen-Speicher, dessen rasche Entleerung ins Zytosol eine essentielle Voraussetzung für die physiologische Thrombozytenaggregation ist. Als weitere Kompartimente sind bei Thrombozyten die Speicher-Granula bedeutsam: Sie werden in α-Granula, elektronendichte Granula und Lysosomen unterteilt und enthalten aggregationsfördernde Substanzen und Proteine, deren Sekretion (Ausschüttung) für die Thrombozytenfunktion notwendig ist. Die Plasmamembran von Thrombozyten enthält unter anderem das Protein Gewebefaktor (engl. tissue factor). Man geht davon aus, dass sich Vesikel mit diesem Protein abschnüren und nun als zirkulierende Mikropartikel im Blut zu finden sind. Durch diese Fähigkeit, die sie mit Monozyten gemein haben, unterstützen sie die Blutgerinnung.
Erkrankungen, die auf einen Mangel an Thrombozyten zurückzuführen sind, heißen Thrombozytopenien. Eine Milzvergrößerung (Splenomegalie) oder eine Immunthrombozytopenie führen zu einer Verringerung der durchschnittlichen Thrombozytenlebensdauer, was bei einer gleichbleibenden Produktionsrate zu einer insgesamt geringen Thrombozytenkonzentration führt. Umgekehrt kommt es nach Entfernung der Milz (Splenektomie) zu einem starken Anstieg der Thrombozytenanzahl durch das Fehlen des milzvermittelten Abbaus. Auch die krankhafte Veränderung des Knochenmarks als Bildungsort führt bei der essentiellen Thrombozythämie und bei der Polycythaemia vera zur Überproduktion von Thrombozyten. Eine Vermehrung der Thrombozyten wird auch als Thrombozytose bezeichnet.
Einige weitere seltene Erkrankungen, die mit einem Mangel an Thrombozyten einhergehen, sind:
Verschiedene Medikamente können auf die Thrombozytenzahl einwirken.
Erkrankungen, die die Funktion der Thrombozyten beeinträchtigen, heißen Thrombozytopathien. Dazu zählen unter anderem:
Thrombozyten wurden 1865 von Max Schultze zum ersten Mal beschrieben. Er veröffentlichte einen Aufsatz im Archiv für mikroscopische Anatomie.
Das Lysat aus (Spender-)Thrombozyten findet in der humanen Zellkultur als Nährmedienzusatz Anwendung (humanes Plättchenlysat).