Alain Menu

Alain Menu (* 9. August 1963 in Genf) ist ein Schweizer Automobilrennfahrer. Er fuhr in der British Touring Car Championship (BTCC). Er war einer der erfolgreichsten Tourenwagen-Piloten der 1990er Jahre und gewann die British Touring Car Championship (BTCC) zwei Mal (1997 und 2000). Für Chevrolet war er in der Tourenwagen-WM (WTCC) tätig. Im Jahr 2012 wurde er Vize-Weltmeister.

Menu, der Sohn eines Landwirts, begann seine Karriere in der Formel Ford, wo er von 1985 bis 1987 fuhr. Danach wechselte er für drei Jahre in die Britische Formel-3-Meisterschaft. Nachdem er dort 1990 den zweiten Platz einfuhr in der Meisterschaft, ging Menu 1991 in die Formel 3000-Europameisterschaft. Zurück in Großbritannien startete er für BMW in der britischen Tourenwagenmeisterschaft BTCC. Nach einem Quadunfall musste er die Saison nach der Hälfte abbrechen.
Bis 1998 fuhr Menu für Renault in der BTCC. In der Saison 1993 wurde er mit einem Renault 19 ausgestattet, mit dem er den 10. Platz belegte. Ab 1994 wurde der Renault 19 durch einen Renault Laguna ersetzt, mit dem Menu drei Jahre in Folge den 2. Platz und 1997 die Meisterschaft gewann. In der Meisterschaft 1998 wurde er vierter und wechselte zu Ford. Dort gewann er 2000 mit einem Ford Mondeo nochmals die Meisterschaft.
Alain Menu wechselte in die DTM, wo er von 2001 bis 2003 mit mäßigem Erfolg (18., 10. und 9. Platz) für Opel fuhr. Parallel bestritt er einige Rennen für Ferrari in der FIA-GT-Meisterschaft und der American Le Mans Series (ALMS). Im Jahr 2004 absolvierte Menu zwei Rennen im britischen Porsche Carrera Cup. Ab 2005 startete der Westschweizer für das Team RML-Chevrolet in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) mit einem Chevrolet Lacetti. Er erreichte 2005 den 13. Platz, 2006 den 15. Platz und einen Sieg, 2007 den 6. Platz (fünf Siege) und 2008 den 9. Platz (drei Siege). 2009 wechselte er mit Chevrolet vom Model Lacetti auf den Cruze und belegte den 10. Platz (zwei Siege). Insgesamt gewann Menu 23 Rennen in der WTCC, er wurde 2012 Vizeweltmeister. Mit dem Ausstieg von Chevrolet aus der WTCC verabschiedete sich auch Alain Menu aus dieser Rennserie.
Im Jahr 2013 fuhr Menu einige Läufe des Porsche Supercups und auch 2014 wird er für das Fach-Auto–Tech-Team in der Serie präsent sein. Seit 2014 fährt Alain Menu einen Volkswagen CC des Teams BMR in der BTCC.

Irakischer Dinar

1 EUR = 1.203 IQD 1.000 IQD = 0,83128 EUR
1 CHF = 1.105 IQD 1.000 IQD = 0,90501 CHF
Der Irakische Dinar (arabisch دينار عراقي, DMG dīnār ʿirāqī, kurz: IQD) ist die Währung des Irak und wird von der irakischen Zentralbank (Central Bank of Iraq) herausgegeben. Der heute verwendete neue Dinar wurde am 15. Oktober 2003 eingeführt. Der alte Dinar wurde in einer dreimonatigen Übergangsphase (bis zum 15. Januar 2004) umgewechselt. Mit Einführung des neuen Irakischen Dinars wurde die Währung im gesamten Irak vereinheitlicht. Zudem konnte damit gleichzeitig die Fälschungssicherheit und Lebensdauer der Scheine erhöht werden.
Ein Dinar wird in 1000 Fils unterteilt. Durch die Inflation wurde dieser allerdings in den 1990er Jahren aus dem Umlauf genommen.

Der Irakische Dinar wurde im Jahr 1923 von der Mandatsmacht Großbritannien ausgegeben und ersetzte somit die bis dahin als Zahlungsmittel geltende Indische Rupie. Der Einführungskurs betrug 1 Dinar = 13⅓ Rupien. Nach der Gründung der Republik wurde die seit 1932 geltende Bindung an das Pfund Sterling aufgehoben, der Wechselkurs von etwa 3,33 US-Dollar für einen Irak-Dinar war bis zum Ausbruch des ersten Golfkrieges 1980 stabil.
Im Jahr 1982 wurde der Wert auf 3,2169 Dollar für einen Dinar festgelegt, aufgrund der Inflation war er auf dem Schwarzmarkt allerdings nur ungefähr die Hälfte wert. 1989 nur noch ein Sechstel – also 1,86 Dinar für einen Dollar. Nach dem zweiten Golfkrieg und der darauffolgenden Wirtschaftssanktionen gegen den Irak sank der Wert des Dinars stetig. Die Inflationsrate wurde 1992 auf 8000 %, 1994 auf 24.000 % geschätzt.
Da die alten – nach der Schweizer Technik hergestellten – Dinarbanknoten schnell an Wert verloren, wurden sie gegen neue, im Irak hergestellte Dinar ausgetauscht. In der Autonomen Region Kurdistan dagegen wurde der alte „Schweizer Dinar“ mit einem festen Wert von 0,33 Dinar zu einem US-Dollar als De-facto-Währung beibehalten. Im Rest-Irak wurde der Print-Dinar auf qualitativ schlechtem Holzschliffpapier gedruckt. Erst mit der Einführung des neuen Irakischen Dinars am 15. Oktober 2003 erhielt der Irak wieder eine einheitliche Währung.
Bei der Umstellung galten folgende Umstellungskurse:
Nach der Ansicht einiger Spekulanten steht der Kurs des Irakischen Dinar derzeit sehr niedrig und er könnte irgendwann aufgewertet werden. Vor allem auf esoterisch geprägten Internetseiten und Blogs in den USA wird der Glaube an eine unmittelbar bevorstehende markante Aufwertung („Reval“ / „Revaluation“) geschürt, der allerdings kritisch betrachtet ein völlig irrationales ‚Internetphänomen‘ ist.
2003: Wert des Dinars, der im Kurdischen Norden benutzt wurde (Schweizer Dinar)
Die Banknoten des neuen Irakischen Dinar werden mit neuster Technologie gegen Fälschung gedruckt. Die Sicherheitsvorrichtungen der Noten gleichen denen der Euroscheine und gehören zu den sichersten der Welt.
Einer der Hauptgründe, die zur Einführung des neuen Irakischen Dinars geführt haben, war neben dem Aufbau einer neuen demokratischen Regierung auch der Kampf gegen Fälschungen. Die Zentralbank in Irak hat deshalb für den Druck der neuen Noten die Firma De La Rue aus England, eine der weltweit führenden Firma in der Vorbeugung gegen Fälschungen, gewählt.
Folgende fünf Sicherheitsmerkmale schützen vor Notenfälschungen:
Russischer Rubel
Chinesischer Yuán • Hongkong-Dollar • Japanischer Yen • Macau-Pataca • Mongolischer Tögrög • Neuer Taiwan-Dollar • Nordkoreanischer Won • Südkoreanischer Won
Afghani • Bangladeschischer Taka • Bhutanischer Ngultrum • Indische Rupie • Malediven-Rupie • Nepalesische Rupie • Pakistanische Rupie • Sri-Lanka-Rupie
Brunei-Dollar • Indonesische Rupiah • Kambodschanischer Riel • Laotischer Kip • Malaysischer Ringgit • Myanmarischer Kyat • Philippinischer Peso • Singapur-Dollar • Thailändischer Baht • US-Dollar (Osttimor) • Vietnamesischer Đồng
Ägyptisches Pfund • Armenischer Dram • Aserbaidschan-Manat • Bahrain-Dinar • Euro (Zypern) • Georgischer Lari • Irakischer Dinar • Iranischer Rial • Israelischer Schekel • Jemen-Rial • Jordanischer Dinar • Katar-Riyal • Kuwait-Dinar • Libanesisches Pfund • Omanischer Rial • Saudi-Riyal • Syrische Lira • Türkische Lira • VAE-Dirham
Kasachischer Tenge • Kirgisischer Som • Tadschikischer Somoni • Turkmenistan-Manat • Usbekischer Soʻm
Afrikanische Währungen • Amerikanische Währungen • Europäische Währungen • Ozeanische Währungen

Friedrich Müller-Langenthal

Friedrich Müller-Langenthal, auch Friedrich Müller der Jüngere (* 28. Oktober 1884 in Langenthal; † 1. Februar 1969 in Hermannstadt) war ein siebenbürgischer Lehrer, Theologe und Historiker. Ab 1932 war er Bischofsvikar und ab 1945 Bischof der evangelischen Landeskirche A. B. in Rumänien.

Friedrich Müller entstammte einer Bauernfamilie aus einem ehemaligen Hörigendorf. Seine Schulausbildung absolvierte er am Hermannstädter Gymnasium und studierte anschließend von 1903 bis 1905 Mathematik und Physik, dann Geschichte, Philosophie und Evangelische Theologie in Leipzig, 1905–1906 in Klausenburg, 1906 in Wien und 1907–1909 in Berlin.
Nach Beendigung seines Studiums kehrte er nach Siebenbürgen zurück und war als Lehrer in Kronstadt, Direktor des Landeskirchlichen Lehrerseminars in Schäßburg und Schulrat in Hermannstadt tätig. 1928 wurde F. Müller-Langenthal zum Pfarrer in Hermannstadt gewählt, wo er ab 1932 gleichzeitig auch Bischofsvikar war. Kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde er Bischof der evangelischen Landeskirche – in einer Zeit, als die Deutschen in Rumänien und ihre Organisationen sich in äußerster Bedrängnis befanden:
Bischof Müller-Langenthal und der evangelischen Landeskirche gelang es, das belastende Erbe der jüngsten Vergangenheit zu bewältigen und die Kirche in schwerster Zeit als einzige halbwegs intakte Institution der Siebenbürger Sachsen zu bewahren und dadurch weiterhin nicht nur in kirchlichen und sozialen Belangen, sondern auch politisch für sie zu wirken. In der Sache war Müller-Langenthal oft unnachgiebig, gar hart. Es gelang ihm jedoch, den neuen atheistischen Machthabern Respekt abzuringen und zu einigen, wie dem ersten kommunistischen Ministerpräsidenten Petru Groza, sogar gute Beziehungen zu pflegen, die seiner Kirche zugutekamen. Er erfuhr auch Kritik, sowohl wegen notwendiger Konzessionen an das Regime als auch wegen des Anfang der 1940er Jahre abgeschossenen „Gesamtabkommens zwischen der Evangelischen Kirche und der Deutschen Volksgruppe in Rumänien“ (1942). Insgesamt jedoch stand die evangelische Kirche A.B. in Rumänien am Ende seiner Amtszeit nach tiefen Krisen wieder gefestigt da.

Freie-Partie-Europameisterschaft

• Clement van Hassel Belgien (1951-53, 1956) • Jos Vervest Belgien (1954-55, 1957-58)
Die Freie-Partie-Europameisterschaft wird seit 1950 in der Carambolagevariante Freie Partie ausgetragen. In der Regel findet sie einmal jährlich statt. Seit 2000 wurde jedoch keine EM mehr ausgerichtet, sodass davon auszugehen ist, dass dies die letzte war. Ausgerichtet wird sie vom europäischen Carambolagebillard-Verband CEB (Confédération Européenne de Billard).
Im Gegensatz zur Freie-Partie-Weltmeisterschaft wurde das Turnier in Europa noch relativ oft (29×) ausgetragen. Aber auch bei den Junioren wird mindestens Cadre gespielt, weil die Freie Partie als zu einfach angesehen wird, um in der Disziplin weiterhin Europameisterschaften auszurichten.
Durch die Verbesserung der Billardtische im Laufe der Jahre war es für die besten Billardspieler der Welt nicht mehr so schwierig, die Bälle zu kontrollieren. Somit waren die Freie-Partie-Turniere nur noch sogenannte Amerika-Serien. Hierbei spielt man die Bälle in einer bestimmten Position in die Nähe einer Bande und erzielte danach rund um den Tisch große Serien. Somit beendeten sehr viele Akteure die Partien schon in ihrer ersten Aufnahme.
Von 1950 bis 1980 wurde bis 500 Points gespielt. 1986 und ab 1995 wurde die Partiedistanz auf 400 Points reduziert. Dazwischen wurde die Europameisterschaften im nicht sehr geliebten Satzsystem mit Distanzen von 100 oder 150 Points pro Satz ausgetragen.
Der erste Europäer, der eine Partie bis 500 Points in einer Aufnahme beendete, war der Spanier Raymundo Vives bei der Weltmeisterschaft 1929 in Kairo. Es folgten eine Vielzahl von Akteuren, denen dies ebenfalls gelang (bei kürzeren Distanzen später natürlich ebenfalls).
Den besten Generaldurchschnitt (GD) bei einer Freie-Partie-Europameisterschaft erzielte der Niederländer Piet Adrichem 1995 in Wien mit 250,20 bei einer Distanz von 400 Points. Innerhalb eines Fünfkampfes schaffte der Niederländer Henk Scholte 1965 in Antwerpen einen GD von 375,00 bei einer Distanz von 500 Points. Der Deutsche Dieter Müller beendete bei der Fünfkampf-Europameisterschaft 1978 in Moyeuvre-Grande bei einer Distanz bis 250 Points alle sieben Partien in einer Aufnahme und spielte somit einen GD von 250,00. Die höchste Serie in der Freien Partie erzielte Henk Scholte mit 2.500 Points (prolongiert) 1965 in Antwerpen.
Der GD gibt den Generaldurchschnitt des jeweiligen Spielers während des Turniers an.
*11957 wurden von den konkurrierenden und zerstrittenen Verbänden Union Internationale des Fédérations d’Amateurs de Billard (UIFAB) und Fédération Internationale de Billard (FIB) zwei Europameisterschaften ausgetragen. Da die Spieler nur jeweils einem Verband angehören konnten, war das Teilnehmerfeld der jeweiligen Europameisterschaft sehr unterschiedlich.
Freie Partie • Cadre 47/1 • Cadre 47/2 • Cadre 71/2 • Einband • Dreiband • Dreiband (Damen) • Dreiband (Junioren) • Dreiband (Nationalmannschaften) • Fünfkampf • Billard Artistique • 5-Kegel-Billard
Freie Partie • Cadre 47/1 • Cadre 47/2 • Cadre 71/2 • Einband • Dreiband • Dreiband (Damen) • Dreiband (Junioren) • Dreiband (Nationalmannschaften) • Fünfkampf • Billard Artistique
AGIPI Billard Masters • ANAG Billard Cup • Coupe d’Europe • Crystal Kelly Turnier • Dreiband-Weltcup • Lausanne Billard Masters • Verhoeven Open (vorm. Sang Lee International Open)
Asienspiele • Asian Indoor & Martial Arts Games • Südostasienspiele • World Games
Portal:Billard

S.M. Hilfskreuzer „Wolf“

S.M. Hilfskreuzer „Wolf“ ist ein deutscher Dokumentarfilm, der 1918 zu propagandistischen Zwecken in Kiel an Bord des Hilfskreuzers SMS Wolf gedreht wurde.

Der heimkehrenden Wolf begegnet ein deutsches Torpedoboot. Auf der Brücke erteilt der Erste Offizier, Kapitänleutnant Schmehl, Befehle. Im Kieler Hafen wird der Dampfer von Zivilisten und Marineangehörigen begrüßt. Auf einem im Hafen liegenden Segelschulschiff werden Manöver durchgeführt.
Der Kommandeur der Marinestation der Ostsee, Vizeadmiral Gustav Bachmann, verleiht dem Wolf-Kommandanten, Fregattenkapitän Karl August Nerger, den Pour le Mérite. Da Bachmann das Ordensband um Nergers Hals nicht richtig befestigt hat, droht der Orden abzurutschen, was durch einen hinter Nerger stehenden Marineangehörigen verhindert wird, indem er das Ordensband auf Nergers Schulter festhält.
Admiral Prinz Heinrich von Preußen, der Bruder Kaiser Wilhelm II., besucht die Wolf. Kriegsgefangene Handelsschiffmatrosen und portugiesische und neuseeländische (oder australische) Soldaten bewegen sich an Deck. Die Gefangenen holen sich in großen Kübeln ihr Essen.
Das Bordflugzeug Wölfchen, eine Friedrichshafen FF 33, wird startklar gemacht. Die beiden Piloten besteigen die Maschine. Die Bordhunde, überwiegend Dackel, tollen vor der Kamera herum. Es werden Geschützübungen durchgeführt, bei denen demonstriert wird, wie die Tarnung des Hilfskreuzers im Einsatzfall aufgehoben wird. Fleisch wird an Bord gebracht, laut Zwischentafel das erste Frischfleisch seit 12 Monaten. Das Gepäck der Gefangenen wird untersucht, anschließend werden sie mit einem kleinen Dampfer, der längsseits der Wolf liegt, in die Kriegsgefangenschaft an Land abtransportiert.
Im Gegensatz zu Graf Dohna und seine Möwe wurden auf der Wolf während ihrer Reise keinerlei Filmaufnahmen gemacht. Warum, im Gegensatz zur Möwe, keine Filmkamera an Bord genommen wurde, ist unbekannt. Alle Aufnahmen von S.M. Hilfskreuzer „Wolf“ wurden im Kieler Hafen gedreht.
In seinem autobiografischen Roman Des Kaisers Kulis (Berlin 1929) berichtet der Schriftsteller Theodor Plivier, der sich als Besatzungsmitglied an Bord der Wolf befand, über die Dreharbeiten. Danach sind die Aufnahmen größtenteils gestellt, da beim Einlaufen des Schiffs in den Kieler Hafen und bei der Verleihung der Orden durch Admiral Bachmann kein Kamerateam anwesend war:
… Der Admiral ist wieder an Bord gekommen. Diesmal mit einem Hauptmann der „Propagandastelle zur Hebung der Kriegsstimmung im Hinterland“. Ein Filmapparat! Großaufnahme: vom Kommandanten, von der Dackelmeute, von der Mannschaft.
Der Kameramann kurbelt. Der Admiral verleiht die einkassierten Eisernen Kreuze zum zweitenmal, stellt dieselben idiotischen Fragen, liest dasselbe Kaisertelegramm ab, hängt dem Kommandanten den Pour le Mérite wieder um. Ein riesengroßer Kintopp! Der höchste Kriegsorden der Nation ist zum Theaterrequisit geworden. Der Kommandant, dem der Heiratskonsens mit seiner Frau versagt bleibt, weil sie Schauspielerin ist, wird selber in die Rolle eines Schauspielers gedrängt. Die übrigen Offiziere samt dem Admiral und Chef der Ostseestation bilden die Komparserie. Die Mannschaften der im Hafen liegenden Kriegsschiffe, die auf Befehl bevölkerten Landungsbrücken geben den großen und billigen Hintergrund ab. Wir brüllen Hurra, ein halbes Hundert mal, bis wir heiser sind, und grinsen dabei: Propaganda zur Hebung der Kriegsstimmung in Deutschland! 500 m Film für das Hinterland und die Lazarette. Die erbeutete Ladung im Wert von 40 Millionen Mark … sind nicht für das Hinterland und die Lazarette gedacht …
Plivier, Des Kaisers Kulis, S. 307
Nach Plivier besaß der Film eine Länge von 500 m, war also erheblich länger als die überlieferte Fassung. Auffällig ist, dass die Wolf nie von außen aufgenommen wird, was vermutlich darauf zurückzuführen ist, dass sich das Schiff in einem durch die lange Fahrt und Sturmeinwirkung zum Teil erheblich beschädigten Zustand befand. Die Eingangssequenz, die die Wolf angeblich beim Einlaufen in Kiel zeigt, wurde vermutlich am Heck eines wesentlich kleineren und schnelleren Fahrzeugs gedreht. Die Aufnahme des Segelschulschiffs Großherzogin Elisabeth des Deutschen Schulschiffs-Vereins steht inhaltlich in keinem Zusammenhang zur Wolf-Reise und sollte offenbar maritimes Flair suggerieren.
Der Film war Jahrzehnte lang nur in einer gut vierminütigen Fassung überliefert und wurde offenbar vom Bundesarchiv-Filmarchiv restauriert.

Harri Olli

Harri Olli 2015
Harri Juhani Olli (* 15. Januar 1985 in Rovaniemi) ist ein finnischer Skispringer. Er startet seit 2015 für den Verein seiner Geburtsstadt, den Ounasvaara Ski Club.

Harri Olli hatte seine ersten internationalen Auftritte in der Saison 2001/02. Er debütierte am 15. Dezember 2001 mit einem 31. Platz im Continental Cup in Lahti. Im Januar 2002 wurde er bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Schonach Weltmeister mit dem Team.
Am 29. November 2002 debütierte der Finne im Skisprung-Weltcup beim Wettkampf im finnischen Kuusamo. Knapp ein Jahr später, am 28. November 2003, holte er an derselben Stelle mit einem 25. Platz seine ersten Weltcuppunkte. Bei der Junioren-Weltmeisterschaft 2003 im schwedischen Sollefteå wurde er Bronzemedaillengewinner mit der Mannschaft, im Einzel wurde er Elfter.
Ab der Saison 2005/06 wurde er regelmäßig im Weltcup eingesetzt, startete zwischendurch jedoch auch immer wieder im Continental Cup, wo er in der besagten Saison drei seiner insgesamt vier Siege in dieser Wettkampfklasse herausspringen konnte. Es war auch die Saison seiner ersten Vierschanzentourneeteilnahme, wo er sich für zwei der vier Wettkämpfe qualifizierte.
In der Saison 2006/07 qualifizierte sich der Finne für alle vier Wettkämpfe bei der Vierschanzentournee. Er feierte seinen ersten größeren Erfolg, als er bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 2007 in Sapporo die Silbermedaille im Einzelwettkampf von der Großschanze errang und sich nur um 0,2 Punkte dem Schweizer Simon Ammann geschlagen geben musste. Mit dem Team errang er den vierten Platz.
Bei der Skiflug-Weltmeisterschaft 2008 auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf gewann er mit der finnischen Mannschaft die Silbermedaille im Teamwettbewerb. Im Einzelspringen kam er auf den sechsten Platz. Wegen groben Fehlverhaltens während dieser Veranstaltung, wobei auch Alkohol im Spiel war, wurde er bis zum Saisonende suspendiert.
Beim Sommer Grand Prix 2008 durfte er erstmals wieder für die finnische Nationalmannschaft starten. Hier konnte er das Springen in Courchevel gewinnen sowie einen dritten Platz in Pragelato erreichen. Nach diesem Springen wurde er jedoch abermals suspendiert, nachdem er zuvor in Einsiedeln erneut auffällig geworden war.
In Absprache mit dem neuen Cheftrainer Janne Väätäinen trainierte Harri Olli während seiner Suspendierung zuhause in Rovaniemi. Bei der finnischen Meisterschaft 2008 erreichte er einen dritten Platz, was Väätäinen dazu bewog, Olli unter Auflagen für den Auftakt der Saison 2008/2009 zu nominieren.
Die Saison 2008/09 war bisher die erfolgreichste des Finnen. Er holte beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen mit Rang 3 seinen ersten Weltcup-Podestplatz im Einzel. Mit der Mannschaft gewann er die Teamwettkämpfe von der Großschanze in Kuusamo und der Flugschanze in Oberstdorf. Dort gewann er am 14. Februar 2009 auch seinen ersten Einzelwettkampf im Weltcup, wobei er im ersten Durchgang mit einer Weite von 225,5 Metern den vorherigen Schanzenrekord des Norwegers Roar Ljøkelsøy um zweieinhalb Meter verbesserte.
Die Saison 2010/11 eröffnete der Finne mit einer groben Unsportlichkeit. Beim Springen in Kuusamo erhob er nach der missglückten Qualifikation für das Springen den Mittelfinger in Richtung Jury am Schanzenturm, weil er seiner Meinung nach bei sehr schlechten Bedingungen hatte springen müssen. Er wurde von der FIS für ein Springen gesperrt. Kurz darauf gab der Nationaltrainer Pekka Niemelä bekannt, dass Harri Olli bis auf weiteres aus dem finnischen Weltcupteam ausgeschlossen wurde. Wenige Tage später beendete auch sein langjähriger persönlicher Trainer, Kimmo Kykkänen, die Zusammenarbeit mit Olli, da er „als sein Trainer nichts am Charakter des Springers ändern könne“.
Obwohl er dadurch suspendiert war, sprang er am 27. und 28. Dezember 2010 im Continental Cup von Engelberg. Im ersten Springen wurde er disqualifiziert, im zweiten Springen wurde er Vierzehnter. Bei den Springen am 15. und 16. Januar 2011 in Sapporo durfte er auch wieder im Weltcupteam antreten. Beim ersten Springen erreichte er den zweiten Durchgang und wurde 30., beim zweiten Springen schied er im ersten Durchgang aus. Danach gab Olli bekannt, seine Karriere sofort beenden zu wollen.
Am 19. April 2012 wurde bekannt, dass Olli ein Comeback plane. Demnach trainiere er wieder aktiv und kehre möglicherweise bereits im Sommer auf die internationale Skisprungbühne zurück. Seinen ersten Auftritt hatte er bei den finnischen Sommermeisterschaften im September 2012 in Lahti, wo er von der Großschanze den zehnten Platz belegte und mit der Mannschaft von Lahden Hiihtoseura im Mannschaftswettbewerb die Bronzemedaille gewann.
Ende März 2013 teilte Olli mit, seinen Comebackversuch wieder aufzunehmen, da er bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi starten möchte. Wenig später wurde bekannt, dass der ehemalige finnische Skispringer Matti Nykänen ihn trainieren wird. Wenige Monate später belegte Olli bei einem nationalen Wettkampf in Rovaniemi den 20. Platz. Am 21. Dezember 2013 bestritt Olli in Lahti seinen ersten Wettkampf seit über zwei Jahren im Continental Cup. Dort verpasste er den zweiten Durchgang, nachdem er im ersten Durchgang auf den 36. Platz gesprungen war.
Am 28. November 2014 bestritt Olli seinen ersten Weltcupwettkampf seit fast 4 Jahren in Kuusamo. Im ersten Durchgang schied er als 45. aus. Insgesamt qualifizierte er sich in der Saison 2014/15 im Weltcup zu fünf Einzelspringen. Beim Skifliegen in Vikersund erreichte er als 30. einen Weltcup-Punkt.
Bei den finnischen Meisterschaften 2015 kam Olli auf Platz 15.
Neben dem Sport studiert Harri Olli Mathematik an der Universität von Rovaniemi. Seit Anfang des Jahres 2009 ist er verlobt mit Carolina, mit der er nach Lahti umgezogen ist.
Abseits der Schanze macht der Finne immer wieder durch Eskapaden auf sich aufmerksam, was ihm in den Medien schon den Ruf eines neuen Matti Nykänen einbrachte. Nach seinen Auffälligkeiten im Rahmen der Skiflug-Weltmeisterschaften 2008, als er in der Nacht zwischen dem Einzel- und dem Teamwettkampf dem Mannschaftshotel fernblieb und bei seiner Rückkehr am Morgen, unter Alkoholeinfluss stehend, Mannschaftsbetreuer Janne Marvaila beschimpfte, wurde er im Juni 2008 erneut auffällig, als er mit dem Auto in einer Zone mit einer erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h mit 141 km/h und 0,65 Promille Alkohol geblitzt wurde. Anders als zuvor hatte dies jedoch zuerst einmal keine sportlichen Konsequenzen.
Vor Beginn der Saison 2009/2010 wurde Harri Olli erneut im Zusammenhang mit Alkohol auffällig, als es in einer Bar in Lahti zwischen ihm und seiner Verlobten zu einer handgreiflichen Auseinandersetzung kam.
Ende August 2012 wurde Olli zu einer 30-tägigen Bewährungsstrafe verurteilt, nachdem er eine Frau körperlich attackiert hatte. Für Aufregung sorgte beim Gerichtstermin auch das Auftreten Ollis, der verschiedenen beteiligten Personen mit teils heftigen Beleidigungen entgegentrat.
Anfang Januar 2013 wurde Olli wegen Körperverletzung und Fahrens unter Alkoholeinfluss zu einer Gefängnisstrafe von viereinhalb Monaten verurteilt, welche er auch ersatzweise gegen eine Ableistung von 130 Tagen Sozialdienst verbüßen kann.

Paul Martin (Autor)

Paul Martin (* 13. September 1958 in Kufstein, Tirol; eigentlich Johannes Paul Martin Zimmer) ist ein österreichischer Schriftsteller. Er hat mehrere Kriminalromane veröffentlicht und schreibt Gedichte und Kurzgeschichten. Mit Beginn seiner Karriere als Schriftsteller verwendete er seinen zweiten und dritten Vornamen als Pseudonym.

Johannes Paul Martin Zimmer kam als Sohn des Textilmaschinen-Fabrikanten Rudolf Johannes Paul Zimmer und seiner Ehefrau, der aus dem Elsass stammenden Claudia Elisabeth Zimmer, geborene Heyberger, in Kufstein, Tirol, zur Welt. Nur wenige Monate nach seiner Geburt übersiedelte die Familie nach Klagenfurt, Kärnten, wo der Vater eine Maschinenfabrik aufbaute.
Paul Martins älterer Bruder Roland Zimmer war bereits Anfang der Achtziger Jahre nach USA ausgereist und hatte die dortige Filiale der Firma seines Vaters, Zimmer Machinery Corporation als Geschäftsführer, später als Eigentümer übernommen. Er holte Paul Martin nach, um den dortigen Markt systematisch und flächendeckend auszubauen.
2011 schrieb Paul Martin seinen ersten Kriminalroman zu, der im Oberösterreichischen Krimi-Verlag Federfrei in Marchtrenk 2012 publiziert wurde. „Die Wettmafia“ und im Jahr darauf „Der Orden“ folgten. Danach wechselte Paul Martin zum Emons Verlag in Köln. 2014 erschien die „Kärntner Rache“ und 2015 „Kärntner Killer“.
Seit 2013 engagiert sich Paul Martin im allgemeinen Literaturbetrieb. Gemeinsam mit seinem Schriftsteller-Kollegen Roland Zingerle gründete er die Kärntner Schreibschule, deren administrativer Leiter er ist.
Mit dem Schriftstellerkollegen Gerald Eschenauer gründete er den Verein Buch13, der jeden Monat Lesungen für junge Autoren organisiert.
Er trat in den Vorstand der Klagenfurter Gruppe ein. Dieser Verein unterstützte besonders junge und unbekannte Autoren, wurde jedoch Anfang 2015 aufgelöst aufgrund von Differenzen unter den Vorstandsmitgliedern.
2014 organisierte und veranstaltete er gemeinsam mit Roland Zingerle das erste Kärntner Krimifestival.
Paul Martin ist Mitglied der größten deutschsprachigen Krimivereinigung Das Syndikat, ist im Vorstand der Plattform österreichischer Krimiautoren und Mitglied der IG Autorinnen Autoren und Literar Mechana.

September (Film)

September ist ein US-amerikanisches Filmdrama unter Regie von Woody Allen aus dem Jahre 1987.

Sechs Menschen verbringen gemeinsam ein Wochenende in einer Hütte in Vermont. Darunter befindet sich die Schauspielerin Diane, die mehrmals heiratete, zuletzt Lloyd. Ihre Tochter Lane ist in den Schriftsteller Peter verliebt. Lane lud ihre Freundin Stephanie ein.
Es kommt zu romantischen Verwicklungen; jede Person liebt – meist unerwidert – eine andere.
Allen drehte den Film zunächst mit Sam Shepard, Charles Durning und Maureen O’Sullivan in den Hauptrollen, war dann aber mit dem Ergebnis so unzufrieden, dass er den gesamten Film mit anderen Schauspielern erneut drehte.
Das Drama wurde in einem Studio in New York City mit einem Budget von 10.000.000 Dollar gedreht. Es startete in den US-Kinos am 18. Dezember 1987, in Deutschland am 31. März 1988.
What’s Up, Tiger Lily? | Woody, der Unglücksrabe | Bananas | Mach’s noch einmal, Sam | Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten | Der Schläfer | Die letzte Nacht des Boris Gruschenko | Der Stadtneurotiker | Innenleben | Manhattan | Stardust Memories | Eine Sommernachts-Sexkomödie | Zelig | Broadway Danny Rose | The Purple Rose of Cairo | Hannah und ihre Schwestern | Radio Days | September | Eine andere Frau | New Yorker Geschichten | Verbrechen und andere Kleinigkeiten | Alice | Schatten und Nebel | Ehemänner und Ehefrauen | Manhattan Murder Mystery | Bullets Over Broadway | Geliebte Aphrodite | Alle sagen: I love you | Harry außer sich | Celebrity – Schön. Reich. Berühmt. | Sweet and Lowdown | Schmalspurganoven | Im Bann des Jade Skorpions | Hollywood Ending | Anything Else | Melinda und Melinda | Match Point | Scoop – Der Knüller | Cassandras Traum | Vicky Cristina Barcelona | Whatever Works – Liebe sich wer kann | Ich sehe den Mann deiner Träume | Midnight in Paris | To Rome With Love | Blue Jasmine | Magic in the Moonlight | Irrational Man

Rumänische Eishockeyliga 1995/96

Die Saison 1995/96 war die 66. Spielzeit der rumänischen Eishockeyliga, der höchsten rumänischen Eishockeyspielklasse. Meister wurde zum insgesamt 33. Mal in der Vereinsgeschichte CSA Steaua Bukarest.

In der Hauptrunde absolvierte jede der sechs Mannschaften insgesamt 20 Spiele. Die beiden Erstplatzierten qualifizierten sich für das Meisterschaftsfinale. Für einen Sieg erhielt jede Mannschaft zwei Punkte, bei einem Unentschieden gab es einen Punkt und bei einer Niederlage null Punkte.
Sp = Spiele, S = Siege, U = Unentschieden, N = Niederlagen
frühere Spielzeiten | 1945/46 | 1946/47 | – | 1948/49 | 1949/50 | 1950/51 | 1951/52 | 1952/53 | 1953/54 | 1954/55 | 1955/56 | 1956/57 | 1957/58 | 1958/59 | 1959/60 | 1960/61 | 1961/62 | 1962/63 | 1963/64 | 1964/65 | 1965/66 | 1966/67 | 1967/68 | 1968/69 | 1969/70 | 1970/71 | 1971/72 | 1972/73 | 1973/74 | 1974/75 | 1975/76 | 1976/77 | 1977/78 | 1978/79 | 1979/80 | 1980/81 | 1981/82 | 1982/83 | 1983/84 | 1984/85 | 1985/86 | 1986/87 | 1987/88 | 1988/89 | 1989/90 | 1990/91 | 1991/92 | 1992/93 | 1993/94 | 1994/95 | 1995/96 | 1996/97 | 1997/98 | 1998/99 | 1999/00 | 2000/01 | 2001/02 | 2002/03 | 2003/04 | 2004/05 | 2005/06 | 2006/07 | 2007/08 | 2008/09 | 2009/10 | 2010/11 | 2011/12 | 2012/13 | 2013/14 | 2014/15

Meitei

Gesprochen in

mni
mni
Meitei (auch Meithei oder Meiteilon) ist die vorherrschende Sprache im indischen Bundesstaat Manipur. Sie ist Amtssprache und gilt als Integrationsfaktor der verschiedenen ethnischen Gruppen der Region. Es gibt ungefähr 1,5 Millionen Muttersprachler, einige Sprecher verteilen sich dabei auch auf die umliegenden indischen Bundesstaaten, sowie Bangladesch und Myanmar.
Meitei wurde 1992 als Landessprache von Manipur anerkannt und in die Liste der registrierten Landessprachen (scheduled languages) Indiens aufgenommen. Es gehört zu den tibeto-birmanischen Sprachen und wird heute auch an indischen Universitäten gelehrt.
Bis ins 18. Jahrhundert wurde die Sprache mit eigenen Schriftzeichen in Meetei-Mayek geschrieben. Danach wurde die bengalische Schrift übernommen, die bis heute in Gebrauch ist. Es gibt jedoch Bestrebungen, die Meetei-Mayek-Schrift wiederzubeleben.
Neben Meitei gibt es in Manipur und den angrenzenden Gebieten die indoarische Sprache Bishnupriya Manipuri.